Zentrum von Zoztenbach - zwischen Birkenau und Rimbach

Ein Foto aus der Odenwald-Hölle: Das „Zentrum von Zoztenbach“ genau in der fraglichen Region zwischen Birkenau und Rimbach. Quelle: Wikimedia Commons.

Ein Zeitungsartikel von Antonia Baum in der FAZ über den „scheußlichsten Ort der Welt“ im Bergsträßer Odenwald sorgt für Aufregung  Im Artikel „Dieses Stück Germany“, erschienen im Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) am 29. Dezember, schreibt Redakteurin Antonia Baum über die Region zwischen Birkenau und Rimbach als Ort ihrer Kindheit:

„Das Niemandsland zwischen Birkenau und Rimbach ist der scheußlichste Ort der Welt. Wie die Odenwaldhölle junge Menschen zurichtet – und wie ich aus ihr entkommen bin“

Das hat für viel Aufregung gesorgt. Ich fand das vor allem lustig und dachte:

Tolle Geo-Marketing Idee. Das wäre ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, wenn die Gemeinden dort das anerkennen und nutzen würden. Da könnte eine ganze Region aufblühen.

Ich habe erst durch diesen Artikel überhaupt erfahren, dass es einen Ort namens „Rimbach“ geben soll. Und mein Interesse ist geweckt – ich erwäge, mal hinzufahren und zu schauen, ob es da wirklich sooo häßlich ist. Ist ja ein hoher Anspruch und ich bilde mir gern selbst meine Meinung. Und wenns dann da noch ein Cafe oder anderes gibt, bleibe ich sicher auch etwas länger und lasse ein paar Euro da.

Bei weniger entspannten Menschen erzeugte der Artikel jedoch echten Hass:

Ein Fall für die stationäre Psychiatrie.

oder:

Warum lebt diese Zimtziege denn dann noch in Deutschland?
Ich empfehle Katar, Saudi Arabien, Afghanistan, oder Jemen.

oder etwas ausführlicher:

Das ist das typische Gesülze und Gejammer einer Vertreterin der wohlstandsverwahrlosten Generation, die ihre eigene Unfähigkeit nicht in Frage stellt und über die Menschen, die dort weiterhin leben, verächtlich herabblickt. Was für ein widerliches Weib, für diese Ergüsse wird sie auch noch entlohnt, dafür müßte man jedem FAS-Leser die Zeitung um die Ohren hauen.

Die Meinungsschmiede hat die riesige Welle von Empörung, Hass und persönlichen Angriffen ganz gut zusammengefasst, die über die Autorin dieses subjektiven Artikels hereinbrach.

Jetzt ist mir auf odenwald.tv ein Beitrag des Kabarettisten Philipp Weber über den Weg gelaufen, der nicht nur Antonia Baum recht zu geben scheint, sondern auch die Reaktionen erklärt. Zitat:

Ich bin Odenwälder, Trinken ist ein ganz wichtiger Teil unserer Kultur. Eigentlich der einzige Teil unserer Kultur.

In der Folge beschreibt er dann die typische Jugend im Odenwald:

[Ausschnitte aus dem Programm von Philipp Weber zum Thema „Jugend im Odenwald und Alkohol als Kulturgut“:]

 

Update, 21.1.2014

Noch was zum Thema entdeckt: Kesko – Ich Hass den Odenwald

 

 

 

Zum Thema „Odenwaldhölle“ siehe auch:

K.T.G.: Odenwaldhölle

Schülervertretung GAZ Reichelsheim: „Odenwaldhölle: Wie peinlich seid ihr denn?“

 

Zum Thema „Odenwald“ siehe auch:

Mit 101 – Hessens ältester Radfahrer aus Reinheim

Obstprobiertisch bei Obstbau Geibel

 

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