Archiv der Kategorie Uni

IT der Hochschulen und der Stadt (teil-)fusionieren

Mein Vorschlag 2 für den Bürgerhaushalt 2015:

IT der Hochschulen und der Stadt (teil-)fusionieren

Hochschule DarmstadtEs macht keinen Sinn, auf Dauer in einer Stadt große drei Rechenzentrums-Organisationen zu unterhalten.

Warum nicht langfristig eine Fusion anstreben? Viele Funktionen könnten dann geteilt, Ausfälle besser kompensiert, Erfahrungen geteilt werden.

 

Vorteile:

  • Kosteneinsparungen für die Stadt Darmstadt und die Hochschulen
  • Kompetenzen gebündelt
  • Bessere Entwicklungschancen für Mitarbeiter
  • Größere Leistungsfähigkeit
  • Größere Flexibilität

 

Hier für (oder gegen) diesen Vorschlag abstimmen: Idee 590 auf Da-bei.darmstdt.de

Die Vorschläge mit den meisten Stimmen werden von der Stadtverwaltung auf Umsetzbarkeit geprüft und der Stadtverordnetenversammlung zur Entscheidung vorgelegt.

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Marburger Bildungsaufruf: Demokratisierung statt Ökonomisierung!

Wenn ich groß bin, werde ich Humankapital

Wenn ich groß bin, werde ich Humankapital!

„Wenn ich groß bin, werde ich Humankapital.“ mit diesem ironischen Berufswunsch haben in Darmstadt schon vor inzwischen fast zwei Jahren SchülerInnen und StudentInnen darauf aufmerksam gemacht, dass sie mit einem Bildungsystem, dass sie nicht als Menschen  behandelt, sondern zu Produktionsmitteln umdefiniert, nicht einverstanden sind. Kein Zweifel: Unser Bildungssystem braucht Veränderungen – seit den 80er Jahren hat sich hier nichts grundlegendes mehr verändert.

Doch alle Veränderungsvorschläge, die aus der Wirtschaft und von Wirtschaftsberatern kommen, gehen in Richtungen, die Kinder und Jugendliche nur noch nach ihrer wirtschaftlichen Nützlichkeit bewerten und möglichst schnell durchs System zu schleusen.

Große Teile der Lehrer- und Elternschaft haben mittlerweile erkannt, dass die „von oben“ gewünschten Unterrichtsreformen in der Praxis weder einem pädagogisch verstandenen Bildungsbegriff entsprechen noch dem Wohl der Kinder und Jugendlichen dienen.

Eine Gruppe von LehrerInnen verschiedener Schulformen und unterschiedlicher politischer Orientierung hat sich  zusammengeschlossen, um diesem Trend eine kritische Stimme entgegen zu stellen. Sie haben den „Marburger Bildungsaufruf“ verfasst, der diese längst überfällige Auseinandersetzung einzufordern und auf die Entscheidungen künftiger Landesregierungen im Sinne einer Demokratisierung und Entökonomisierung von schulischer Bildung einzuwirken soll.

Ich möchte euch bitten, diesen im folgenden dokumentierten Aufruf zu lesen, weiter zu verbreiten und – falls ihr das auch so seht –  zu unterzeichnen (Links am Ende).  Selbst wenn ihr ihn nicht unterstützen wollt, wäre es schön wenn ihr ihn weiterverbreiten könntet. Denn die Entscheidung für eine Ökonomisierung sollte nicht „hintenrum“ – über Lobbyisten, Interessensgruppen, Budgets und Dienstanweisungen – sondern offen diskutiert und demokratisch beschlossen werden.

Wir brauchen eine neue Entwicklungsrichtung für unser Bildungswesen. Seit Jahren greift die Dominanz ökonomischer Interessen auf Bereiche über, in denen das Wohl von Menschen Priorität haben sollte. Im Gesundheits- und Sozialwesen ist dies bereits sehr deutlich geworden. Auch in der Bildung geht es bei den aktuellen Schulreformen vorrangig um betriebswirtschaftliche Effizienz, Konkurrenz und Verwertbarkeit. Den Preis zahlen unsere Kinder und Jugendlichen, ihre Eltern, unsere Lehrkräfte und Schulen. Den Preis zahlen wir alle.

1. Unsere Kinder und Jugendlichen brauchen Zeit für ihre persönliche Entwicklung, anstatt durch die Schule gehetzt zu werden. Sie brauchen Zeit für spielerisches Erproben und kreatives Gestalten, für gründliches Nachdenken und kritisches Prüfen sowie für die Entwicklung von Urteilsfähigkeit. „Zeitraub“ (Oskar Negt) durch Schulzeitverkürzung und eine von „Testeritis“ beherrschte Lernatmosphäre behindern Bildung.

Gegen G8 und schulischen Dauerstress!
Für Entschleunigung beim Lernen und ausreichende Entwicklungszeit für alle!

2. Unsere Lehrkräfte haben laut Verfassung des Landes Hessen (Art. 56,4) einen Bildungs- und Erziehungsauftrag wahrzunehmen, demzufolge Bildung mehr darstellt als die Summe messbarer Lernergebnisse. Bildung darf nicht reduziert werden auf ein effizienzorientiertes „Fitmachen“ für den Markt. Die derzeitige Schulpolitik verengt Bildung auf die Vermittlung instrumenteller Fertigkeiten („Kompetenzen“). Wenn jedoch Unterricht so ausgerichtet und immer stärker durch ein „Teaching-to-the-test“ bestimmt wird, bleibt Bildung in ihrer ethischen und emanzipatorischen Funktion auf der Strecke. Lehrkräften kommt im Bildungsprozess eine zentrale Rolle zu. Sie brauchen pädagogische Freiheit und mehr Mitbestimmungsrechte.

Gegen „Bildungsstandards“ und „Kompetenzorientierung“!
Für eine umfassende Bildung für alle!

3. Unsere Schulen müssen für gelingenden Unterricht menschenfreundliche Lernbedingungen bieten können. Dazu gehören u.a. eine umfassende Versorgung mit professionellem Personal (Lehrkräfte, Sozialarbeiter, Mediatoren, Psychologen), eine angemessene räumliche und materielle Ausstattung und Planungssicherheit. All dies muss „Sache des Staates“ bleiben (Verfassung des Landes Hessen, Art. 56,1). Wenn die Regeln der Ökonomie die pädagogischen Prozesse bestimmen, werden Schulen zu Dienstleistungsunternehmen degradiert, die – z.B. als „Selbständige Schulen“ – um „Kunden“ (Eltern und Schüler) wetteifern, anstatt junge Menschen zu gemeinsamer Selbsterziehung und selbständigem Denken und Handeln zu befähigen. Wo es um Bildung und Persönlichkeitsentwicklung geht, darf nicht ökonomische Zweckrationalität bestimmend sein.

Gegen Standortkonkurrenz und Privatisierung!
Für die Stärkung demokratischer Rechte in den Schulen für alle!

4. Unsere Gesellschaft braucht statt angepasster „Selbstoptimierer“ Persönlichkeiten, die beurteilen können, worauf es wirklich ankommt. Wir brauchen Menschen mit Zivilcourage und Empathie, mit Fähigkeit zu Solidarität und mit Verantwortungsbewusstsein für das Allgemeinwohl.

Schule ist kein Wirtschaftsunternehmen! Kinder und Jugendliche sind kein „Humankapital“! Wir fordern deshalb eine Bildung, die nicht dem Markt, sondern der Demokratie verpflichtet ist!

Eine bessere Schule ist möglich!

Erstunterzeichner: Manfred Bock (Lehrer, Marburg), Dr. Matthias Burchardt (Akademischer Rat, Köln), Axel Damtsheuser (Lehrer, Marburg), Birgit Eggers (ehem. hessisches Landeselternbeiratsmitglied), Janis Ehling (Student/AStA, Marburg), Bernd Georgy (Lehrer, Marburg), Andrea Gergen (Lehrerin, Kirchhain), Renate Görg (Lehrerin, Marburg), Dr. Sigrid Hartong (Wiss. Assistentin, Bamberg), Jutta von Hadeln (Lehrerin, Marburg), Prof. Dr. Joachim Hösler (Marburg), Prof. Dr. Anton Hügli (Basel) Dr. Reinhold Hünlich (Pensionär, Marburg), Prof. Dr. Thomas Jahnke (Potsdam), Erwin Junker (Lehrer, Marburg), Prof. Dr. Hans Peter Klein (Frankfurt/M.), Wilfried Müller-Radtke (Lehrer, Marburg), Jochen Nagel (GEW-Landesvorsitzender Hessen), Prof. Dr. Oskar Negt (Hannover), Angelika Voss (Lehrerin, Marburg), Prof. Hans Peter Voss (Karlsruhe), Laurien Simon Wüst (hessischer Landesschulsprecher)

Einfach unterschreiben über die Online-Petition „Marburger Bildungsaufruf„.

Der Marburger Bildungsaufruf als PDF zum Ausdrucken und Weiterverbreiten. Es gibt auch eine Unterschriftenliste zum Ausdrucken.

Ergänzende Hinweise zur Unterzeichnung (PDF) des „Marburger Bildungsaufrufs“.

Wer sich mehr mit der interessanten Thematik beschäftigen will, findet auf der Homepage der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ reichlich spannende Lektüre: www.bildung-wissen.eu.

 

Siehe auch:

Artikel zur Bildungspolitik

Bildungs-Links in der Linksammlungen

 

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Irrwege der Unterrichtsreform

Am Samstag habe ich in Frankfurt zu Gast beim Kongress „Irrwege der Unterrichtsreform“ der „Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V.“ .

IHörsaal mit rund 300 Menschench hatte im Vorfeld viel unterschiedliches über den Veranstalter gehört: Das reichte von „eine reaktionäre Betonkopffraktionstagung“ über „Lobbyarbeit und Propaganda“ und „Hochschulpendant zum schulischen Philologenverband der Gymnasiallehrer“ bis hin zu „in der Tradition des Pädagogen Heinz-Joachim Heydorns und der Kritischen Theorie“ und „linkslibertär“.

Also definitiv spannend. Leider kam ich (aufgrund von GPS-Ortungsproblemen eines Apfel-Mobilgerätes und hilfswilliger, aber völlig desorientierter Frankfurter, die mich in die komplett falsche Richtung schickten) etwas zu spät und musste auch gegen 16 Uhr wieder gegen. Meine Notizen aus der Zeit dazwischen möchte ich gern teilen:

Die Tagung fand an der Frankfurter Uni statt und ich hatte aufgrund des Themas eine eher kleine, intime Runde erwartet. Insofern war ich ziemlich erschlagen, als ich verspätet in den Hörsaal stolperte und mich gefühlte 2.000 Augen ansahen (realistisch geschätzt waren es ca. 300 Teilnehmer), da der Eingang natürlich direkt neben dem Podium lag. Schöne Erinnerung  ans eigene Studium war auch, dass die freien Plätze natürlich innen lagen und erst mal alle aufstehen mussten, damit ich vorbei konnte. Steckdosen gibt es an den Sitzplätzen in den Hörsälen auch immer noch nicht, wie ich feststellen musste. Soviel zur Ausstattung moderner Hochschulen. Alles noch so wie 1990.

Die TeilnehmerInnen waren übrigens wild gemischt: Profs, Docs, Studies, RektorInnen, LehrerInnen, SchülerInnen. Nur PolitikerInnen sind – falls sie da waren – zumindest nicht aufgefallen (außer der Hand voll Piraten, die ich zufällig persönlich kenne). Der Kleidung nach zu urteilen war das Publikum wild gemischt von Stock-Konservativ bis Locker-Alternativ.

Zu den Vorträgen:

Horst Rumpf: Weder Hürdenlauf noch Informationsagentur – ein Einspruch gegen eine verkürzte Vorstellung von Unterricht

( nur Impressionen, da ich den Anfang des Vortrags verpasst hatte):

Beschreibt die Verkürzung, die Bildung erfährt , wenn diese auf  testbare Standards reduziert wird. Insbesondere widmete er sich mit einiger Ausführlichkeit der Frage, welche Art von Aufgaben seither nur noch möglich sind und wie sich das gesellschaftlich auswirken kann.

Fazit: Ihm geht es um einen Zweifel an Monopolen, es geht ihm um Vielfalt. Standards aber seien Monopole.

Weiterlesen:

Horst Rumpf „Diesseits der  Belehrungswut – Pädagogische Aufmerksamkeiten“ (Buch)

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Soziale Selektion beim Zugang zum Studium

Sehr aussagekräftige Grafik:

Grafische Darstellung der unterschiedlichen Chancen von Akademiker-Kindern und Nicht-Akademiker-Kindern

Soziale Selektion beim Zugang zum Studium

 

Von 100 Akademiker-Kindern schaffen es immerhin 71 bis zum Studium. Sind die Eltern keine Akademiker, schaffen es nur 24. Auffällig, das die Selektion nicht nur in der Schule stattfindet, sondern darüber hinaus reicht: Selbst von den wenigen Kindern ohne Akademiker-Eltern, die die Hochschulreife (also das Zeug zum Studieren hätten) erreichen, beginnt fast die Hälfte kein Studium. Denn ein Studium kostet Geld.

 

 

Nikolauslauf 2011 – Laufen für den guten Zweck

 

Morgen, am Mittwoch, 7. Dezember 11, findet der Nikolauslauf des Unisport-Zentrums der TU Darmstadt statt.

In diesem Jahr unterstützen das Sportzentrum mit dem Lauf einen guten Zweck. Ein Euro der Anmeldegebühr ist dabei für den Verein „Studieren ohne Grenzen“ bestimmt.

Zwei Läufe werden angeboten:

„Low Speed“:
Der Lauf für Jedermann mit einer geplanten Zielzeit über 25 Minuten auf 5 km. Start ist um 19.00 Uhr.

„High Speed“:
Der Lauf für ambitionierte Läufer mit einer geplanten Zielzeit unter 25 Minuten auf 5 km. Start ist um 19.35 Uhr.

 

Am Lauf kann jeder teilnehmen, auch nicht Uni-Angehörige!!!

 

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Justus-Liebig-Haus: Die nette Revolution von nebenan

In Darmstadt wurde ein Haus besetzt. Das Justus-Liebig-Haus. Nach einer 800 Personen starken Demonstration zur Bildungspolitik haben bereits letzte Woche aufsässige Studenten  ein strategisch zentral gelegenes Gebäude der Stadt Darmstadt in ihre Gewalt gebracht und seither gehalten.

Seitdem ist jedoch weder ein allgemeiner Aufstand ausgebrochen, noch ist die Besetzung mangels Masse in sich zusammengebrochen und wurde auch nicht durch konterrevolutionäre Maßnahmen seitens der herrschenden Klasse gewaltsam beendet. Nachdem sogar das (*gähn*) Darmstädter Echo durchaus wohlwollend über diesen Akt der Rebellion berichtet hatte, wagte ich letzten Freitag selbst mutig den Vorstoß ins besetzte Haus, um mir persönlich ein Bild vom Stand der Rebellion zu machen.

Hier meine Foto-Reportage:

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Menschengerechte Erziehung und Bildung

Bedürfnis angepasstes Bildungskonzept

von Marion Wolf

I) Anthropologische Voraussetzung

Der Mensch ist das höchst entwickelte Wesen auf Erden. Neben den angeborenen Instinkten und Verhaltensweisen höherer Tiere hat die Evolution mit unserem Großhirn ein neues Experiment gewagt:  Wir sind in hohem Maße lernfähig, kreativ und können unser Verhalten bewusst steuern. Dadurch verkürzt sich die Entwicklung unserer Spezies von Jahrmillionen auf einige Tausend Jahre. Je weiter die Menschheit entwickelt ist, umso schneller funktioniert das Fortschreiten, weil eine breitere Basis an Errungenschaften mehr Kreativität ermöglicht.

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Der Untergang des Abendlandes – oder wie eine andere Hochschulpolitik aussehen könnte (1993)

Erstveröffentlicht in : „wista“ (Zeitschrift der Fachschaft für Wirtschaftswissenschaften und Sadistik der Universität Konstanz) im Sommersemester 1993.

 

 

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Ausbildungsalternativen: Abi, Lehre, Studium, …

 

Bildungsabschlüsse

 

Kultusminister finden Abi wertvoller als Lehre

http://www.spiegel.de/schulspiegel/abi/0,1518,793288,00.html

http://www.sueddeutsche.de/karriere/streit-um-abschluesse-minister-beharren-auf-hoeherwertigkeit-des-abiturs-1.1169916

 

Anmerkung vonM.K. dazu:

Zwar ist die berufliche Qualifikation im EQR einigermaßen abgebildet,

> jadoch gibts auch hier gravierende Mängel und Fragen. Gerade der

> Spiegelartikel wirft diese wieder auf. Eine zum Beispiel wäre, ob

> eine Ausbildung im dualen System mit ein paar Jahren Berufserfahrung

> und einer wissenschaftlichen Zusatzqualifikation nicht einen BA.

> gleichgesetzt werden kann.

> Daneben gibt es auch das Problem der Anerkennung ausländischer

> Bildungsabschlusse. Ein Beispiel: in den USA ist Krankenschwester

> ein Studiengang, in Deutschland ein Ausbildungsberuf.

> Was nun? Bekommt die dt. Krankenschwester automatisch das

> Diplom, wenn sie in den USA arbeitet oder wird das Diplom der

> US-Nurse hier nicht anerkannt.

> Das ist nur ein Beispiel von Vielen, da es in nur selten eine

> Berufsausbildung nach dem daulen System gibt.

> Wo ist also die richtige Einordnung der Berufsausbildung im EQR?

>

> Das betrifft am Rande auch die Studiengänge. Denn hier müssen auch

> Anpassungen gemacht werden. (z.B. bei der Berufspädagogik und

> der Lehrerausbildung). Aber das geht schon in den gesamten Umbau

> der Bildungspolitik, die eben nicht nur Schule und Studium, sondern

> auch  Berufsausbildung und berufliche Weiterqualifizierung beinhaltet.

 

„Abiturienten sind doch nicht besser als andere“

http://www.sueddeutsche.de/karriere/streit-um-wert-von-bildungsabschluessen-abiturienten-sind-doch-nicht-besser-als-andere-1.1196122

 

Bildungspolitiker wollen sämtliche Abschlüsse in Europa in ein einheitliches Raster pressen. Doch wahre Bildung entzieht sich dem ökonomischen Kalkül. Sie lässt sich nicht in Euro ausdrücken.

http://www.sueddeutsche.de/karriere/streit-ueber-den-wert-des-abiturs-ohne-mass-1.1195839

 

 

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Dreigliedriges Schulsystem – pro und contra

Chancengleichheit: Ich Arbeiterkind

Er ist der Sohn einer Friseurin und eines Kaminkehrers. Sein Lehrer traute ihm nicht viel zu und empfahl die Hauptschule. Unser Autor Marco Maurer erzählt, wie ihm gegen die Mechanismen des Schulsystems der Aufstieg gelang. Sehr eindrucksvoll und lesenswert!

 

Robert Roedern – Grundschullehrer und Schulpsychologe der Staatlichen Schulberatung in Bayern auf die Frage der SZ nach dem Schulsystem:

Halten Sie eine Leistungsselektion nach der vierten Klasse für richtig?

Das kommt darauf an, in welcher Rolle Sie mich fragen: Als Lehrer und Schulpsychologe bin ich Beamter und Teil dieses Systems und versuche den Menschen zu helfen, sich darin bestmöglich zurechtzufinden. Als mündiger Staatsbürger würde ich andere Modelle bevorzugen. Ich habe jetzt wieder eine erste Klasse und es ist toll zu sehen, mit welcher Neugier und Lust Kinder lernen. Ich frage mich, wie es uns gelingt, diese so lange wie möglich zu erhalten – und ob Noten und Notendruck dabei hilfreich sind.

Quelle: SZ, 28.1.2013

 

Schulflucht aus Bayern: Rübermachen nach Baden-Württemberg

http://www.sueddeutsche.de/bayern/schulflucht-aus-bayern-ruebermachen-nach-baden-wuerttemberg-1.1370781

 

Bildungsserver-Wiki: Dreigliedriges Schulsystem

Überblick und historische Entwicklung

http://wiki.bildungsserver.de/index.php/Dreigliedriges_Schulsystem


Privatschulen boomen, Chancengleichheit leidet

Studie der Böckler-Stuftung

http://www.boeckler.de/impuls_2012_10_3.pdf

 


Studis online:

Geschichte und Funktion des dreigliedrigen Schulsystems

http://www.studis-online.de/HoPo/Bildungsstreik/schulstruktur.php?seite=2

 


Die Zeit:

Uns braucht keiner

Der Hauptschulabschluss hat einen üblen Ruf. Wer nicht mehr vorweisen kann, muss sich auf viele Absagen gefasst machen. Unsere Autorin hat drei Hauptschulabgänger zwei Jahre lang begleitet.

http://www.zeit.de/2011/35/Hauptschueler

 


Grüne Jugend Güthersloh:

Dreigliedriges Schulsystem vs. Gesamtschule

http://www.gjgt.de/w/Dreigliedriges_Schulsystem_vs._Gesamtschule

 


Die Welt

Warum das dreigliedrige Schulsystem versagt

http://www.welt.de/politik/article772149/Warum_das_dreigliedrige_Schulsystem_versagt.html


 

100 Schulleiter fordern Gemeinschaftsschulen

In Baden-Württemberg proben Leiter von Grund- und Hauptschulen den Aufstand und fordern das Ende des dreigliedrigen Schulsystems. Das frühe Sortieren der Kinder nennen sie ungerecht, pädagogisch falsch, schmerzhaft – und greifen den Kultusminister per Brandbrief frontal an.

In der Debatte um die Zukunft der Hauptschule haben in Baden-Württemberg nahezu 100 Schulleiter Kultusminister Helmut Rau in bislang unbekannter Offenheit attackiert: Gleich die Mehrheit der Leiter der Grund- und Hauptschulen in der Region Oberschwaben forderte von Rau in einem Brief den „überfälligen Wechsel“ vom dreigliedrigen Schulsystem zur Gemeinschaftsschule, in der Kinder über die vierte Klasse hinaus miteinander lernen.

Nach Angaben der Initiatoren des Briefes, mehrere Rektoren aus Oberschwaben, haben bereits 96 von 131 angeschriebenen Schulleitungen im Kreis Ravensburg und im Bodenseekreis den Protestbrief unterzeichnet. „Das ist ein klares Votum“, erklärten die Initiatoren am Dienstag. Das Festhalten des Landes am starren dreigliedrigen System gefährde zahlreiche Standorte, widerspreche internationalen Erfahrungen und sei gegenüber den Schülern ungerecht.

Der offen Brief:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,481826,00.h…

Bericht auf Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,481824,00.h…

Besonders interessant fand ich folgenden Passus in dem Brief, über den ich so noch nicht nachgedacht hatte:

Welche Gesinnung vermitteln wir unseren Kindern, wenn diese im Alter von neun oder zehn Jahren schmerzlich erfahren, dass sie in drei hierarchisch angeordnete Kategorien eingeteilt werden? […] Grundschulkinder machen von sich aus zunächst den Wert eines Klassenkameraden nicht an seinen schulischen Leistungen fest. Hier werden Wertevorstellungen angebahnt, welche die Einstellung verfestigen, ein Anwalt sei „mehr wert“ als ein Maurer.

 


 

GEW: „Dreigliedriges Schulsystem überholt“

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass der Lernerfolg in heterogenen Gruppen höher sei als in „scheinhomogenen“, wie an deutschen Schulen üblich.

http://bildungsklick.de/a/6089/gew-dreigliedriges-schulsystem-ueberholt/


 

Studis online:

Kurze kommentierte Literaturliste

http://www.studis-online.de/HoPo/Bildungsstreik/schulstruktur.php?seite=3


 

 

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