Archiv der Kategorie Wirtschaft

Opportunity: You missed this Opportunity! Badly.

Ein neues Business-Netzwerk versucht sich derzeit zu etablieren und dem deutschen Marktführer Xing und seinem US-Pendant LinkedIn Konkurrenz zu machen. Es nennt sich (weder originell noch kreativ) Opportunity. Ich habe mich letzte Woche trotzdem entschlossen, es einmal auszuprobieren. Auf den ersten Blick wirkte es weder von den bisherigen Mitgliedern noch von den Funktionen vielversprechend. Aber manchmal muss man den Dingen Zeit geben, damit sie wachsen können. Manchmal aber auch nicht.

Heute Abend fand ich nach der Arbeit folgende Einträge in meinem (Spam-Auffang) Postfach:

Opportunity: Spam

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Was sind Smart Contracts?

Smart Contracts: Bunte Perlenkette

Smart Contracts: Bunte Perlenkette…?

Das aktuelle Buzz-Thema in der Blockchain Community ist das Thema Smart Contracs. Um was es sich dabei genau handelt und wozu es nutzen soll, bleibt oft unscharf. Das liegt zum einen daran, dass die Definitionen unterschiedlich sind, aber auch weil die möglichen Use Cases sehr vielfältig sein können. Hier ein kleiner Versuch, das spannende Thema zu ordnen, seine verschiedenen Aspekte herauszuarbeiten, Anwendungspotentiale aufzuzeigen und mögliche Umsetzungstechnologien zu benennen.

Definition

Diese drei Definitionen zeigen beispielhaft, wie unterschiedlich man das Thema angehen kann (Hervorhebungen von mir, um die wichtigen Elemente herauszustellen):

Smart contracts are small programs or scripts that run on a blockchain and govern legal or contractual terms on their own. They represent a simple form of decentralization. They will become available in a variety of application areas, such as for wagers, family trusts, escrow, time stamping, proofs of work delivery, etc. In essence, they are about moving certain assets or value from one owner to another, based on some condition or event, between people or things. Smart contracts represent an “intermediate state” between parties, and we will trust these smart programs to verify and take action based on the logic behind these state changes.

Quelle: William Mougayar: Understanding the blockchain

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15.9.2016 in Dieburg: Wohlstand für alle?

Deutsch Bank - weil wir es können.Das die Einkommensverteilung sich in Deutschland in einer mindestens ungesunden Schieflage befindet, ist schon fast Allgemeinwissen. Während die Zahl der Millionäre in Deutschland jedes Jahr neue Rekorde erklimmt, gilt das ebenso zuverlässig für die Kinderarmut. Und während der Einzelhandel jedes Jahr Milliardenbeträge für Silvesterböller und Tierfutter umsetzt, gibt es hier in Deutschland – mitten unter uns – jedes Jahr Menschen, die erbärmlich verhungern und erfrieren.

Etwas ist faul im Staate Deutschland. Denn die überwiegende Zahl der Millionäre und Milliardäre sind nicht etwa hart malochende Self-made Geschäftsleute, sondern sind vor allem durch Erbschaft und Kapitalinvestments (inklusive illegaler Geschäfte und systematischer Steuerhinterziehung) zu Geld gekommen. Dagegen müssen manche Eltern zwei oder gar drei Jobs annehmen, um ihren Kindern überhaupt einen Mindeststandard an Ernährung und Bildung zu ermöglichen. Und wer  (weil nicht ganz so taff) weder das schafft, noch die unerbittlichen Auflagen von Vermietern und HartzIV-Stasi zu erfüllen, der ist schnell am Arsch und nicht selten schon bald tot. Und dazu braucht es nur ein paar unbehandelte psychische Probleme.

Deshalb ist die Diskussion über eine neue, andere Einkommensverteilung in Deutschland dringend notwendig und längst überfällig.

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Soll ich Stromerzeuger werden?

Solarheld Solarpanel für den Balkon

Solarheld Solarpanel für den Balkon

Ich hab ja einen wunderschön nach Süden ausgerichteten Balkon. Viel Sonne. Als ich im März vom Projekt „Solarheld“ las, das Solarzellen für den Balkon anbieten will, fand ich das schon sehr interessant. Damals war das Projekt jedoch noch in der Crowdfunding-Phase. Diese konnte nun erfolgreich abgeschlossen werden, wie Berichte bei Utopia.de und in der Süddeutschen Zeitung zeigen.

Ich finde die Idee toll (siehe auch: Neuer Unsinn mit alten Mitteln) Energie dezentral zu erzeugen und auch die Einstiegskosten sind mit 479 Euro (incl. Versand!) nicht völlig unerschwinglich. Auch würde ich damit einen Anteil leisten, um die Erderwärmung abzumildern. Auch reizt mich die Idee, meinen Strom (zumindest zum Teil) selbst zu produzieren (mit Geld probiere ich das ja zur Zeit auch aus). Den Rest des Eintrags lesen. »

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Wie funktioniert Bitcoin?

Meine Gelbörse / mein walletBitcoins sind IN. Jedenfalls in Techniker-Kreisen und zunehmend auch in der Finanzwirtschaft. Einige (mich eingeschlossen) sehen in Bitcoins (und den dahinter stehenden Technologien) eine Entwicklung, die ähnlich wie das Internet und das Handy eine massive Veränderung unserer Gesellschaft und Wirtschaftsbeziehungen mit sich bringen wird. Es gibt sogar Menschen, die behaupten, mit Bitcoin würden (fast) alle Übel der Welt beseitigt und dann wird alles gut („Bitcoin Enthusiasten“).

Hier sei nun aus reiner Nutzersicht (ohne die ganze komplexe Technik dahinter durchzukauen) erklärt, wie Bitcoins praktisch funktionieren, was man beachten sollte und was man damit machen kann.

 

Das Geheimnis der Blockchain

Die digitale Währung Bitcoin ist im Prinzip eine einzige Datenbank(1) (aka die „Bitcoin Blockchain“). Und zwar von allen Bitcoin Transaktionen seit Anbeginn der Zeit (aka 3.1.2009). Damit die Einträge in dieser Datenbank nicht gefälscht werden können, wird diese Datenbank über alle echten Bitcoin Clients auf der Welt verteilt gespeichert. Und zwar nicht stückchenweise, sondern als Ganzes (2).

Aus diesen Transaktionen kann jederzeit abgeleitet werden, wie viel Bitcoins wohin gehören. Denn die Blockchain funktioniert ähnlich wie die berühmten Schweizer Nummernkonten: Zugriff auf die Bitcoins hat nur derjenige, der die richtige Kombination von zwei Schlüsseln kennt. Einer dieser Schlüssel ist dazu da, um Zahlungen entgegen zu nehmen. Er ist öffentlich und somit so etwas wie eine sehr komplexe IBAN (Kontonummer + Bankleitzahl). Den Rest des Eintrags lesen. »

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Never mind the Brexit, lets go next level

Update 14.7.2016: Washington Post – Kommentar von Anne Applebaum:  New cabinet may signal Britain’s retreat as a Western power (man muss eine E-Mail Adresse angeben, um den Artikel lesen zu können):

Theresa May’s first set of appointments — Liam Fox will become minister for international trade, David Davis will run the exit negotiations, and Boris Johnson will be foreign secretary — make a lot of sense. She has put hard-line Brexit proponents in charge of negotiating Britain’s retreat from European politics. It will be impossible, from now on, for anyone to argue that voters were cheated. If these three men can’t manage the United Kingdom’s divorce proceedings, then nobody can.

[…]

But May’s choices also suggest a more profound change, visible for some time but only just now swimming into focus: Britain, or at least Tory Britain, no longer aspires to be a leading Western power.

 

Update 10.7.2016: Financial Times: Brexcuses – if Brexit goes bad

 

Travolta misses GBDer mehrheitliche Rückfall der Briten in den Nationalismus macht mich betroffen und traurig.

Ich gehöre zu Leuten, die nicht nur als überzeugter Internationalist, sondern (durch Beziehung und Freundschaften) auch persönlich vom Brexit betroffen sind.

Doch statt jetzt in Trotz zu verfallen (OK, eine Ausnahme: EM) lässt sich aus dieser Krise viel lernen und vielleicht sogar die Chance kreieren, ein neues, besseres Europa zu bauen. Denn überall um mich herum habe ich in den letzten Tagen erstaunliche (und emotionale) Bekenntnisse zur Idee der europäischen Einigung gehört. Bekenntnisse, die im drögen EU- Alltag untergehen. Und diese Menschen sehen in der EU zwar nichts Schönes und Ideales, aber doch wenigstens ein real-exitierendes, praktisches Instrument zur Erreichung einer solchen Einigung.

Doch bevor es dazu kommen kann, gibt es einiges zu verstehen und zu lernen. Dazu einige persönliche Überlegungen von mir und reichlich Links zu vertiefenden Infos. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und letzte Weisheit. Ausgespeicherte Überlegungen halt. Kommentare gern gesehen.

Und da die Lage zwar hoffnungslos, aber nicht ernst ist, soll hier auch der Humor nicht zu kurz kommen.

Was antwortet ein englischer Nationalist, wenn ein französischer Fan befürchtet, gegen Island aus der EM auszuscheiden?
„Britain first!“

1.) Leanings

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Why Britain Joined the European Union

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Stoppt die Kugel!

 

Siehe auch:

Petition: Waffenverbot abschaffen bei der Convention der Republikaner

 

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Oh wie schön ist Panama: Wozu Off-Shore Firmen verwendet werden

Verlust durch Steuerflucht vs. Kosten für Geflohene

Schätzungen: Verlust durch Steuerflucht vs. Kosten für Geflohene

Die Panama Papers sind ja sehr inspirierend. Da lässt sich enorm viel drüber schreiben – allein wenn ich angesichts der Datenmassen an die Möglichkeiten empirischer Auswertung denke. Sehr spannend.

Einen Aspekt möchte ich auf jeden Fall vorziehen und besonders hervorheben. Neulich hat ein Journalist irgendwo behauptet, dass in den meisten Fällen die Gründung von Briefkasten Firmen keinen kriminellen Hintergrund habe und dass mit den Panama Papers für eine geringe Zahl von Straftätern die Daten einer großen Zahl von „Unschuldigen“ offen gelegt würden. Aus dem Kontext war ersichtlich, dass er das Thema vor allem aus dem Blickwinkel Einkommenssteuerbetrug betrachtete. Den Beleg, was es denn für „legale“ (und legitime) Gründe für die Gründung einer Briefkasten-Firma geben könnte, blieb er jedoch schuldig.

Das hat mich zum Nachdenken gebracht: Was für Gründe, eine Briefkasten-Firma zu gründen, gibt es? Welche Dinge sind damit möglich, die in einem EU-Land so nicht zu möglich wären? Als Volkswirt sollte mir da ja einiges einfallen. Hier das Ergebnis:

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Spam von Springer

Das es der Axel Springer Konzern mit dem Recht und Gesetz nicht so genau nimmt, ist hinreichend bekannt. Und er gerät deswegen zunehmend unter Druck.

Die Web-Seite BildBlog prangert schon seit Jahren die schwersten journalistischen Verfehlungen der Bild an. Neuerdings – insbesondere nach der Anti-Griechen-Hetze der Bild und dem respektlosen Umgang mit den vom Absturz der Germanwings Maschine betroffenen Menschen – kommen weitere Aktionen wie zum Beispiel die Weigerung von Einzelhändlern, die Bild anzubieten, der #BildBoykott Hashtag auf Twitter oder ein Pranger für Werbekunden der Bild hinzu. Auch ich habe hier schon die Verfälschung von Fakten angesichts der Euro-Krise durch die Bild kritisiert.

Und dieser Druck schadet. Keine Zeitung in Deutschland verliert so schnell an Auflage wie sein sein Flagschiff „Bild“ – allein 10% im letzten Jahr (siehe Graphik rechts).

Dennoch sollte das kein Grund sein, mich (illegal) zu belästigen. Kürzlich fand ich in meiner Spam-Mailbox – zwischen Mails, die mir Viagra und unseriöse Kredite verkaufen wollen, versuchen mir Trojaner und Viren unterzuschieben und mir unglaubliche Einkommensmöglichkeiten („Schnell geld Verdienen“) und Penisvergrößerungen anbieten – auch Post vom Springer Verlag. Darin wird mir die Bild am Sonntag zum Grabbeltisch-Preis angeboten – und noch 20 Euro Bestechungsgeld in Bar oben drauf:

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