Falsch verbunden

Preisauskunft nicht möglich

Preisauskunft nicht möglich

Ich brauchte eine Fahrkarte von Marburg nach Darmstadt. Für eine Fahrt innerhalb Hessens. In einem Zug der Deutschen Bahn.

Mein Problem: Ich hatte bereits eine Fahrkarte erworben. Nämlich von Kassel nach Marburg. Bei der deutschen Bahn. Jetzt wollte ich im gleichen Zug (der deutschen Bahn) einfach weiter fahren. Und dafür eine Fahrkarte kaufen. Bei der Deutschen Bahn. Was aber nicht ging. Weder online (siehe rechts). Noch am Fahrkarten-Automaten in Kassel. Noch am Fahrkartenschalter in Kassel.

Die Deutsche Bahn verkauft diese Fahrkarten nicht. Obwohl es eine Fahrkarte für ihren eigenen Zug ist, in dem Fahrkartenkontrolleure der Deutschen Bahn Dienst tun. Nur die Fahrkarten dazu verkauft die Deutsche Bahn nicht.

 

Begründung:

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Geldsystem & Energieverbrauch

Antminer

So klein und doch so hungrig: Antminer

Manche Probleme lösen sich von selbst:

Die Times in London sagte im Jahr 1894 voraus, dass bis 1950 die Strassen mit einer 3 Meter hohen Mistschicht bedeckt sein würden, ein Kolumnist in New York, dass die Pferdeäpfel im Jahr 1930 bis zum 3. Stock der neuen Wolkenkratzer reichen würden. Riesige Flächen außerhalb der Städte wurden für die Endlagerung der ungeheuren Mistmengen benötigt.

Im Jahr 1898 fand in New York eine internationale Konferenz zum Thema statt, die bereits nach 3 Tagen ergebnislos abgebrochen wurde.

Quelle: Vorkriegs-Peugeot.de

Und dann kam das Automobil. Und brachte neue Probleme mit sich.

Derzeit macht sich so ein neues Problem in der Presse breit. Das „Bitcoin braucht zu viel Strom“-Thema.

Ausgelöst durch eine Veröffentlichung von Digiconomist, begannen seriöse wie unseriöse Publikationen die dort veröffentlichten Zahlen unhinterfragt zu kopieren und damit vor allem die Meinung von Menschen zu beeinflussen, die sich bisher höchstens oberflächlich, meist aber gar nicht mit dem Thema Kryptowährungen auseinander gesetzt hatten.

1.) Die Zahlen

Ich will nicht bestreiten, dass der Energieverbrauch der Bestätigung von Bitcoin Transaktionen (zu) groß ist. Aber ich will im Folgenden mit sauberen Zahlen agieren, daher gehe ich trotzdem auf diesen Punkt ein. Und wir werden sehen, dass es einen erheblichen Unterschied macht, welcher Schätzung wir glauben.

Hier eine Aufstellung verschiedener Veröffentlichungen in letzter Zeit:

TWh = Terawattstunden

 Digiconomist
(14.12.2017)
Manager Magazin
(7.12.2017)
F.A.Z.
(8.11.2017)
BitcoinBlog.de
(7.12.2017)
Bloomberg
(7.12.2017)
pro Jahr  33,18 TWh  32,4  TWh  25,76 TWh  8,7  TWh  8.27 TWh
 pro Transaktion   237.00 KWh  –  30 Euro  –  –
 Vergleich „Denmark“  „Dänemark“  „Nigeria“ 0,5% des chinesischen oder
0,7% des US-Stromverbrauchs
Geldherstellung,
Goldmining (s.u.)
 Quelle:  eigene Recherche  Digiconomist  Digiconomist  eigene Recherche eigene Recherche

Je nachdem welcher Recherche man nun glaubt, kann sich der jährliche Verbrauch schon mal bis zu vervierfachen. Das gerade Medien wie Manager Magazin und F.A.Z. unhinterfragt die Daten einer einzigen Quelle weiterverbreiten, ist schon traurig. Ein Grund mehr, bei solchen Informationen kritisch zu sein.

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Orquesta Romantica Milonguera – Eine Liebesgeschichte in Musik

 

Orquesta Romantica Milonguera – Poema – con Magdalena Gutierrez y German Ballejo

 

Orquesta Romantica Milonguera – Todo es Amor

 

Weitere Tangos von Orquesta Romantica Milonguera

Bomboncito

Esta noche de luna

Live im Salón Canning

 

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Bitcoin als Investition?

 

Zuerst veröffentlicht am 6.September 2017 als „Bitcoin as an Investment“ in Englisch auf Medium.

Übersetzung von Richard Blöß (communication in real) (YouTube Channel) für seine Bitcoin-Seminare. Vielen Dank!

 

Bitcoin Kurshistorie bis 1.12.2017 (Quelle: finanzen.net)

Bitcoin Kurshistorie bis 1.12.2017 (Quelle: finanzen.net)

Der Wechselkurs des Bitcoins ist im letzten Jahr um mehr als 1.000% 1900% gestiegen, derzeit notiert ein Bitcoin um die 8.000 9.000 15.000 €. Jetzt behaupten einige, dass Bitcoin eine Blase ist, andere haben dies genauso vorausgesagt.

Im Moment werde ich oft gefragt, ob man in Bitcoin (was ist das überhaupt?) investieren sollte. Und damit ich es nicht ständig wiederholen muss, schreibe ich hier einfach meine Antworten auf.

Ist es sinnvoll in Bitcoin zu investieren?

Es gibt keine Garantie, dass der Bitcoin (oder andere Kryptowährungen) im Wert steigt. Wenn jemand versucht etwas Anderes zu erzählen, versteht er das Thema nicht oder versucht, Sie zu täuschen. Der Wert von Bitcoin wird rein durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Fällt die Nachfrage, könnte ihr Wert auf null sinken. Jeder sollte sich dieses Risikos bewusst sein. Die Investition in Bitcoin ist eine Wette; genau wie viele andere Geld-Anlagen, beispielsweise der Kauf von gängigen Fremdwährungen.

Aber es ist die begründete Wette darauf, dass die Zukunft der Währungen Kryptowährungen sind und dass die Blockchaintechnologie das Finanz-und Bankwesen ähnlich verändern wird wie das Internet die Kommunikation und den Zugang zu Informationen.

Die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs von Bitcoin ist aus folgenden Gründen hoch:

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Lindenfelser Manifest

Lindenfelser Manifest

Die Original-Abschrift des Original-Protokolls (Seite 1)

Wir, die Unterzeichnenden:

1.)     stehen zu bewusster Peinlichkeit

2.)     bleiben Teil der Party

3.)     überlassen der Generation Praktikum nicht das Trendsetting

4.)     machen WüSuFs („Würden Sie uns fotografieren?“)

5.)     haben Respekt vor der künstlerischen Leistung eines Musikalbums

6.)      verifizieren ohne Google

7.)     meinen: Länger nachdenken lohnt sich – meistens.

8.)     meinen: Es darf einen Kern haben

9.)     meinen: Liebe finde ich auch

10.)   lernen Filmzitate noch auswendig

11.)    meinen: Demenz darf sein

 

 

Lindenfels, Albert-Schweizer-Haus, 26. November 2017

 

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Kompetenzzentrum oder Bildungsanstalt?

Humankapital

Gedanken über Bildung – Vortragsreihe am LGG
Donnerstag, 16.11.2017

Die aktuelle Reform der öffentlichen Schulen bricht bewusst mit der Tradition, der sie ihren Auftrag verdankt. Sie sollen modernisiert werden, indem statt „totem Bildungswissen“ ökonomisch nutzbare Kompetenzen vermittelt werden.

Was bedeutet das für die Schule? Was für die Gesellschaft?

Prof. Andreas Gruschka
Das Gymnasium: Kompetenzzentrum oder Bildungsanstalt?

 

 

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Unterzeichnung Städtepartnerschaft Darmstadt- San Antonio im Darmstadium

Gestern wurde die Städtepartnerschaft zwischen Darmstadt, Hessen und San Antonio, Texas offiziell geschlossen. Oberbürgermeister Jochen Partsch und Bürgermeister Ron Nirenberg betonten dabei beide den Wert der transatlantischen Partnerschaft.

Auch die TU Darmstadt und die Universität Texas San Antonio schlossen ein Abkommen.

Neun mal Sechs hatte im Mai 2016 über die ersten Schritte von OB Partsch dazu berichtet: With the Partsch in America, oho (*)

Bericht im Darmstädter Echo, Vorankündigung im Echo (mit mehr Details)

Oliver Stienen (auf Flickr, auf 500px) hat das Ganze mit einem schönen Foto dokumentiert:

Oliver Stienen: Unterzeichnung Städtepartnerschaft Darmstadt San Antonio im Darmstadium

Oliver Stienen: Unterzeichnung Städtepartnerschaft Darmstadt – San Antonio im Darmstadium

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Wie wirkliche (& gefälschte) Nachrichten den Preis von Bitcoin beeinflussen

Shea The ‘Stache Newkirk

Shea „The ‘Stache“ Newkirk

Gastbeitrag von The‘ Stache

Während ich hier sitze und meinen Schnurrbart zwirbele wie ein schlechter Superschurke, der plant Bitcoin den Stecker zu ziehen, haben mich neue Ereignisse daran erinnert, dass es tatsächliche Leute da draußen gibt, die versuchen, genau das zu tun. Lassen Sie uns hier ehrlich sein und den Elefanten im Raum benennen: Nachrichten und besonders gefälschte Nachrichten sind die Ursache für die meisten kurzfristigen Kurschwankungen der Kryptowährungen. Der Stache wird für Sie darlegen welche Nachrichten (echte & gefälschte) wie und warum den Preis von Bitcoin & andere Krypto-Währungen beeinflussen.

The True, The Fake & The Ugly

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Warum man zufrieden mit dem Wahlergebnis sein kann

Gastbeitrag von Hans-Peter Braun

Ergebnisse BTW 2017

© Der Bundeswahlleiter, Wiesbaden 2017

Es mag euch wundern, aber ich bin ganz zufrieden mit dem Wahlergebnis.

  1.  Die Wahlbeteiligung war gut.
  2. 87% haben nicht AfD gewählt!
  3. Zwei Drittel der AfD-Wähler waren Denkzettelwähler (und sind noch nicht für die Demokratie verloren, die kann man auch zurückholen).
  4. Merkels „Weiter so“ hat eine deutliche Absage bekommen.
  5. Das „Weiter so“ der SPD hat eine deutliche Absage bekommen.
  6. CDU/CSU und SPD haben einen hohen Preis für die GroKo bezahlt und werden in Zukunft die Finger davon lassen.
  7. In der politischen Mitte treffen nicht mehr SPD und CDU/CSU direkt aufeinander, sondern dort machen sich jetzt Grüne und F.D.P. breit. Sie stehen beide für künftige Koalitionen sowohl der SPD als der CDU/CSU zur Verfügung.
  8. Die Linke deckt den linken Rand ab, wie schon seit längerer Zeit, und steht ebenfalls der SPD als Koalitionspartner zur Verfügung (endlich!).
  9. Die AfD deckt den rechten Rand ab und steht CDU/CSU nicht als Koalitionspartner zur Verfügung (zum Glück!). Aber sie ist den Konservativen ein Stachel im Fleisch, der sie daran erinnern wird, nie wieder auf Kuschelkurs mit der SPD zu gehen. Das ist gut!
  10. Merkel bleibt Kanzlerin, aber muss die Domteuse für eine Jamaika-Koalition spielen. Mal sehen, wie sie die unter einen Hut bringt.
  11. Die Jamaika-Regierung wird von überzeugten Europäern gebildet, daran gibt es überhaupt keinen Zweifel. In den Grünen hat Merkel Unterstützer für ihren menschlichen Umgang mit den Flüchtlingen. In der F.D.P. hat sie mit Christian Lindner einen Mahner, dass wir uns Russland wieder mehr annähern (wenn man seine Äußerungen so interpretieren darf).
  12. Die Wutbürger haben mit der AfD eine Stimme im Parlament und werden so ein wenig besänftigt (jedenfalls ist das meine Prognose). Zumal sie auch die anderen Parteien, vor allem CDU/CSU, immer daran erinnern, was ihnen droht, wenn sie die konservativen Wutbürger vergessen.
  13. SDP und LINKE müssen in der Opposition gemeinsame Sache machen und haben vier Jahre Zeit, sich aneinander zu gewöhnen, um evtl. eines Tages eine Mitte-Links-Regierung mit den Grünen oder sogar der F.D.P. zu bilden.
  14. Die Bundesrepublik ist nicht immun gegen rechtes Gedankengut, das haben wir gestern gesehen, aber sie ist ziemlich immun dagegen, dass wir wegen einer einzigen Denkzettel-Wahl gleich eine rechtsnationale Regierung bekommen – im Gegenteil! Das sollten wir bei all der Aufregung über die AfD nicht vergessen.

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Steam Engine Blues

Blues Musiker bei der Arbeit

Blues Musiker Terry Evans bei der Arbeit

Ich hab immer ein Problem mit JJ Cale gehabt. Er passte einfach nicht. In die Schubladen. Rein technisch betrachtet hat er überwiegend Blues gespielt. Aber vielen seiner Lieder geht die  I’ve got the blues bzw. I feel blue („ich bin traurig“) Stimmung völlig ab. „Friday“, „Roll on“ oder „Mamma don’t“ sind zwar technisch astreine Blues, aber nicht vom Tempo und von der Stimmung. Die Wikipedia sortiert ihn als Begründer des Tulsa-Sound ein, der

stilistisch zwischen Rockabilly, Blues, Jazz und Country einzuordnen

sei. Was sich für mich falsch anhört. Objektiv fehlen dabei schon die offensichtlich vorhandenenen TexMex-Elemente, die Cale defnitiv mehr beeinflusst haben, als Rockabilly oder Country.

Subjektiv fehlt seiner Musik vor allem jene trauernde (Verlust-)Attitüde, die Country und (klassischen) Blues so zentral prägen. Dagegen hat sie einen hohen Upbeat-Charakter, den man sonst höchstens vom Ragtime, Ska oder Boogie Woogie kennt. Rockabilly hat diesen Upbeat zwar auch, aber Cale geht (in der Musik) völlig die wütende Protesthaltung des Rockabilly ab. Dazu ist seine Musik dann schon wieder viel zu entspannt. „Mamma don’t“ zum Beispiel ist Auflehnung – aber ohne diese Wut. Fast schon Jazz, aber eben dann doch nicht. Irish Folk könnte ein Einfluss gewesen sein. Und Gospel. Auch upbeat. Aber was weiß ich schon.

Und er ist nicht der einzige, der wenig „blue“ ist. Die meisten Songs von Taj Mahal sind genauso wenig „blue“ wie Ry Cooders Songs. Und Blues Legenden Eric Clapton, BB King und John Lee Hooker fühlten sich zu diesem Upbeat-Sound zumindest hin gezogen – ohne ihn in ihrem Solo-Werk so wie Cale, Mahal und Cooder zu zelebrieren. Auch in der Blues-Rock Fraktion ist das Schisma nachzuweisem: Während die Blues Rock Legenden wie z.B. Whitesnake (ain’t no love in the city) und  Ten Years After (I’m going home) dem klasssichen Blues verschrieben bleiben, hat ZZ Top sehr früh diesen Upbeat für sich entdeckt und zum wesentlichen Teil ihres Erfolgskonzeptes gemacht. Ebenso Tito & Tarantula.

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