Artikel getaggt mit Chancengleichheit

Über (Chancen-)Ungleichheit und was wir tun könnten

Welche Einkommensgruppen an absolutem (realem) Einkommen zwischen 2007 and 2013 verloren haben.

Welche Einkommensgruppen an absolutem (realem) Einkommen zwischen 2007 and 2013 verloren haben. Quelle: Branko Milanovic (Klick aufs Bild)

In meinem Beitrag Wohlstand für alle? habe ich neulich schon angemahnt, dass dringend eine ökonomische Verteilungsdiskussion notwendig ist. Ich bin leider nicht dazu gekommen, meine eigenen Ideen dazu aufzuschreiben, aber die folgende Diskussion ist ein interessanter und differenzierter Beitrag dazu. Ich veröffentliche ihn hier (ohne den darin vertretenen Positionen zuzustimmen) um die Diskussion voran zu bringen.

Interessant wird der Beitrag natürlich auch dadurch, dass er vor der US-Präsidentschaftswahl aufgenommen wurde.  (Chancen-)Ungleicheit zu bekämpfen ist auch schon deshalb wichtig, weil sie Demagogen und Despoten wie Trump, Putin und auch Erdogan erst ermöglicht – und auch den Aufstieg der AfD in Deutschland unterstützt hat.

Paul Krugman, Robert Solow and Janet Gornick discussing Tony Atkinson’s last book: Anthony B. Atkinson “Inequality: What Can Be Done?” (Harvard University Press, 2015) at the Russell Sage Foundation in New York City.

 

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Schulen zu 24/7 Lernzentren ausbauen

Das ist hier nicht erlaubt: Ball spielen, Radfahren, TiereMein Vorschlag 3 für den Bürgerhaushalt 2015:

Schule sollte sich weiterentwickeln – hin zu Lernzentren, in denen ganztägig gelernt und ausprobiert werden kann. Es macht keinen Sinn, Schulen Mittags / Nachmittags zu schließen und die Kinder weg zu schicken – gerade die, die Zuhause kein positives Lernumfeld haben, brauchen (freiwillige) Alternativen.

Dazu gehören Lern-, Arbeits- und Ruheräume sowie nicht-leistungsorientierte Bewegungs-, Kunst-/Kultur-, Labor- und Lernangebote verschiedenster Art.

Diese Angebote werden idealerweise auf Initiative der Schulen zusammen mit kommunalen Einrichtungen, Vereinen und Kulturinstituten etabliert. Auch ehrenamtliche Arbeit von Bürgern der Stadt kann hier sinnvoll einfließen.

Damit könnte zunächst an einer Schule begonnen werden. Sinnvollerweise sollte das nicht unbedingt eine weiterführende Schule sein, sondern möglichst eine Schule mit hohem Sozialindex.
Graffiti 2

Vorteile:

  • wirkt Bildungs-verbessernd
  • verbessert Chancengleicheit
  • entlastet die Eltern (insbesondere solche, die selbst Bildungs-fern sind)
  • nutzt vorhandene Infrastruktur
  • sorgt für höhere Einkommen
  • sorgt geringere Arbeitslosigkeit
  • vermindert Alkoholismus
  • vermindert Zerstörungswut

 

GraffitiHier für (oder gegen) diesen Vorschlag abstimmen: Idee 589 auf Da-bei.darmstdt.de

Die Vorschläge mit den meisten Stimmen werden von der Stadtverwaltung auf Umsetzbarkeit geprüft und der Stadtverordnetenversammlung zur Entscheidung vorgelegt.

Weitere Vorschläge zum Bürgerhaushalt 2015:

  1. Der Darmstädter Gemeinschaftsladen

  2. Stadt Darmstadt: Regional einkaufen

  3. IT der Hochschulen und der Stadt (teil-)fusionieren

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Veranstaltung: Bildungspolitische Zukunft in Hessen

Am 20.2.2014 war Mathias Wagner, Bildungssprecher und Fraktionsvorsitzender der Grünen im hessischen Landtag in Darmstadt. Eingeladen hatte der AK Bildung der Darmstädter Grünen.

Mathias Wagner bei den Grünen DarmstadtDie erste Erkenntnis meines Besuches dort: Die Darmstädter Grünen sind keine Partei der SchülerInnen und Jugendlichen mehr. Erstes Indiz: Es waren weder „normale“ SchülerInnen anwesend, noch VertreterInnen des Stadtschülerrates und auch nicht der Grünen Jugend. Es war nicht klar, ob dieses gar nicht eingeladen / angesprochen wurden, oder bevorzugt hatten, der Veranstaltung fernzubleiben.

Eine noch größere Distanz zeigte sich, als Daniela Wagner in ihrem Grußwort betonte, dass die CDU-Grüne-Landesregierung in der Bildungspolitik die Interessen der Eltern und LehrerInnen berücksichtigen wolle. Mein Rückfrage, warum sie nicht auch die Interessen der SchülerInnen berücksichtigen wolle, verstand sie gar nicht, sondern entgegnete ehrlich verwundert: „Aber wir machen das doch für die SchülerInnen.“

Verständlich, warum ich das absolut unmöglich finde?

Nein? Dann stellt euch mal vor, ein Mann würde sagen: „Frauen müssen in der Politik nicht mitreden, weil die Männer machen doch die Politik für die Frauen.“

Durch solche Aussagen werden SchülerInnen werden zu Objekten der Bildungspolitik degradiert, statt als eigene Interessensgruppe anerkannt und beteiligt zu werden. Für eine Regeirungspartei ist das natürlich praktisch, weil SchülerInnen als direkt und unmittelbar Betroffene der Bildungspoltik in der Regel radikalere Forderungen haben und auch ungeduldiger sind bei der Umsetzung von Verbesserungen. Aber solche Aussagen zeugen darüber hinaus von einer „von oben herab“-Haltung, die Jugendliche weiter von der Politik (und den Grünen!) entfremdet. Das allgemeine Unverständnis, mit dem das Podium wie auch das Publikum auf meinen Einwurf reagierten, zeigt, wie nötig ein kompletter Generationswechsel bei den Grünen wäre. Den Rest des Eintrags lesen. »

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Soziale Herkunft entscheidet über Chancen

Das folgende Bild wurde basierend auf den Daten des Bildungsberichts 2012 erstellt. So viel sagend ich die Graphik finde, sie enthält im Original einen Fehler, den ich für unbedingt korrigierenswert halte. Denn darin heißt es: „Von je 100 Kindern schaffen es…“ (Hervorhebung von mir). Viele Studien haben in den letzten Jahren gezeigt, dass für die Schulempfehlung die individuelle Anstrengung eine untergeordnete Rolle spielt. Wichtiger sind Lernumstände Zuhause, die Fähigkeit sich auszudrücken, die Einschätzung der Lehrenden über die Herkunft und – nicht selten sogar der Name des Kindes. All diese Dinge kann ein Kind selten bis gar nicht beeinflussen. Deshalb halte ich es für richtiger, zu schreiben: „Von je 100 Kindern dürfen …aufs Gymnasium“.

 

Soziale Herkunft als Ursache von (Bildungs-)Chancen

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Schichtspezifische, familiale und institutionelle Einflüsse auf Selektionsprozesse und Bildungsbiografien bis zum Ende der Grundschulzeit

Ein Gastbeitrag von Alex Soziol
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Selektion und Leistungsprinzip im deutschen Schulwesen
2.1 Funktionen des deutschen Schulwesens
2.2 Chancengleichheit, Leistungsprinzip und soziale Selektivität
3 Schichtspezifische und familiale Faktoren für Bildungsbiografien
3.1 Armut: Das Mehrdimensionale Problem
3.2 Kinderarmut in Deutschland
3.3 Gesundheitliche Folgen
3.4 Familiale Faktoren
4 Institutionelle Faktoren für Bildungsbiografien
4.1 Elementarbereich
4.2 Schule
5 Primäre und Sekundäre Herkunftseffekte nach Raymond Boudon
6 Fazit
Literaturverzeichnis

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