Artikel getaggt mit Euro

Wie der Hass entsteht… dank Springer

Hass durch Springers BildUm das mal aus Anschauungs-Gründen nur ein klein wenig zu überzeichnen:

Die Deutsche Bank, „der Deutsche“ und „der Grieche“ haben € 100 Mio im EZB Lotto gewonnen und müssen das Geld aufteilen. Die Deutsch Bank behält €90 Mio zuzüglich € 9 Mio Bankgebühren und € 999.998 Provioson.
Davon zahlt sie € 2Mio an den Springer Verlag für PR-Anzeigen („Welt“, „Bild“, etc.).

Kai Diekmann schreibt in der „Bild“: „Vorsicht Deutscher, der Grieche will dir deine Euros wegnehmen!!!!!“

Und demnächst werden deutsche Nazis auf der Straße Griechen angreifen.

 

Journalismus wäre vielmehr, darauf hinzuweisen:

„Es sei […] darauf hingewiesen, dass mit den Milliarden aus dem zweiten Hilfspaket, das jetzt verlängert wird, […] vor allem die europäischen Banken […] vor einem Kollaps bewahrt werden müssen, sollten ihre Kredite an Griechenland platzen.“

Quelle: Süddeutsche Zeitung, 27.2.2015

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Enzensbergers Fragen zu Europa

Hans Magnus Enzensberger

Hans Magnus Enzensberger (klick auf das Bild, um zum FAZ-Artikel zu gelangen)

Der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger (83) versteht sich seit seinem Reisebericht „Ach Europa“ (1987) als leidenschaftlicher Europäer. Gerade deshalb aber geißelt er das Europa der Brüsseler Bürokraten, Zentralisten und Euromantiker, die dabei sind, aus der bunten Vielfalt des Kontinents ein „Sanftes Monster“ (so der Titel von Enzensbergers 2011 bei Suhrkamp erschienerer Polemik) zu machen. Nun hat er 40 Fragen zu Europa gestellt, die die FAZ über Weihnachten veröffentlicht hat.

 

Ich hatte Enzensberger schon abgeschrieben, nach seinen Entgleisungen zu Saddam Hussein, aber diese Fragen sind geeignet, zum Nachdenken anzuregen. Leider blamiert sich die FAZ, da sie diese Fragen einerseits als „Quiz“ bezeichnet (als gäbe es darauf richtige oder falsche Antworten). Andererseits nennt sie die Fragen „hinterhältig“ – was völliger Unsinn ist. Außer man bezeichnet das Hinterfragen von sicher geglaubten Gewissheiten bereits als „hinterhältig“ – oder die Weigerung Enzensbergers, sich eindeutig auf eine der Seiten in dieser Diskussion zu schlagen. Ein Presseorgan mit intellektuellem Anspruch – und so stellt sich die FAZ ja gern dar – sollte sorgsamer mit Worten umgehen. Selbst zu Weihnachten.

Weil ich aber die Fragen gut und hilfreich finde, mache ich mich hier daran, sie hier einmal öffentlich zu beantworten. Und sei es nur, um damit eine differenziertere Diskussion anzuregen.

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Griechenland-Krise ist ein deutsches Buchprojekt

Es wird sein aufwendigstes und aufsehenserregendes Buch werden. Viele Jahre war er Undercover, nur zum Urlaub mal in Deutschland. Es wird von Macht und Machtmissbrauch handeln, von Kapitalismus und der Nähe von Konzernchefs  zu höchsten Regierungskreisen, von Korruption und den Schwäche des Euro-Systems und wie Banken und Kapitalanleger daran reich werden können.

Nach verdecketen Einsätzen als Springer-Jounalist, türkischer Putzkolonnen-Arbeiter, als Obdachloser und als Somalier Kwami Ogonno war Günther Wallraff lange von der Bildfläche verschwunden. Jetzt hat der NDR sein neues Projekt aufgedeckt: Unter den Augen der TV-Sender ganz Europas hat er völlig unbemerkt ein Land regiert und an den Rand des Abgrundes geführt.

Hier die Beweissfotos:

Quelle: NDR, extra 3

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