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Eltern fordern G9-Gymnasium für Darmstadt

Die schwarz-grüne Landesregierung setzt im Streit um G8/ G9 auf Wahlfreiheit. Doch in Darmstadt gebe es diese Wahlfreiheit nicht, beklagen sich Eltern. Die Gymnasien bieten hier ausschließlich die verkürzte Gymnasialzeit an. Doch Eltern wünschen sich eine Alternative zum Turbo-Abi:

Quelle: Hessenschau

Darmstädter GymnasienWichtigste Botschaften:

  • Das Land hat den Schulen die Freiheit gegeben, selbst über G8 oder G9 zu entscheiden
  • Hans-Jürgen Krell, Leiter der EleonorenSchule und Sprecher der Darmstädter Direktoren „schätzt G8“ und sieht keine Nachfrage der Eltern nach G9.
  • Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert eine Umfrage unter den Grundschuleltern.
  • Schuldezernent Rafael Reißer (CDU) lehnt eine Umfrage unter Eltern ab, er will lieber einen runden Tisch (an dem dann natürlich nicht alle Platz haben werden).

Man sollte jedoch auch nicht vergessen, dass an den Gesamtschulen, die ja auch zum Abitur führen, durchaus G9 angeboten wird.

Siehe dazu auch:

 

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Soziale Herkunft entscheidet über Chancen

Das folgende Bild wurde basierend auf den Daten des Bildungsberichts 2012 erstellt. So viel sagend ich die Graphik finde, sie enthält im Original einen Fehler, den ich für unbedingt korrigierenswert halte. Denn darin heißt es: „Von je 100 Kindern schaffen es…“ (Hervorhebung von mir). Viele Studien haben in den letzten Jahren gezeigt, dass für die Schulempfehlung die individuelle Anstrengung eine untergeordnete Rolle spielt. Wichtiger sind Lernumstände Zuhause, die Fähigkeit sich auszudrücken, die Einschätzung der Lehrenden über die Herkunft und – nicht selten sogar der Name des Kindes. All diese Dinge kann ein Kind selten bis gar nicht beeinflussen. Deshalb halte ich es für richtiger, zu schreiben: „Von je 100 Kindern dürfen …aufs Gymnasium“.

 

Soziale Herkunft als Ursache von (Bildungs-)Chancen

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Dreigliedriges Schulsystem – pro und contra

Chancengleichheit: Ich Arbeiterkind

Er ist der Sohn einer Friseurin und eines Kaminkehrers. Sein Lehrer traute ihm nicht viel zu und empfahl die Hauptschule. Unser Autor Marco Maurer erzählt, wie ihm gegen die Mechanismen des Schulsystems der Aufstieg gelang. Sehr eindrucksvoll und lesenswert!

 

Robert Roedern – Grundschullehrer und Schulpsychologe der Staatlichen Schulberatung in Bayern auf die Frage der SZ nach dem Schulsystem:

Halten Sie eine Leistungsselektion nach der vierten Klasse für richtig?

Das kommt darauf an, in welcher Rolle Sie mich fragen: Als Lehrer und Schulpsychologe bin ich Beamter und Teil dieses Systems und versuche den Menschen zu helfen, sich darin bestmöglich zurechtzufinden. Als mündiger Staatsbürger würde ich andere Modelle bevorzugen. Ich habe jetzt wieder eine erste Klasse und es ist toll zu sehen, mit welcher Neugier und Lust Kinder lernen. Ich frage mich, wie es uns gelingt, diese so lange wie möglich zu erhalten – und ob Noten und Notendruck dabei hilfreich sind.

Quelle: SZ, 28.1.2013

 

Schulflucht aus Bayern: Rübermachen nach Baden-Württemberg

http://www.sueddeutsche.de/bayern/schulflucht-aus-bayern-ruebermachen-nach-baden-wuerttemberg-1.1370781

 

Bildungsserver-Wiki: Dreigliedriges Schulsystem

Überblick und historische Entwicklung

http://wiki.bildungsserver.de/index.php/Dreigliedriges_Schulsystem


Privatschulen boomen, Chancengleichheit leidet

Studie der Böckler-Stuftung

http://www.boeckler.de/impuls_2012_10_3.pdf

 


Studis online:

Geschichte und Funktion des dreigliedrigen Schulsystems

http://www.studis-online.de/HoPo/Bildungsstreik/schulstruktur.php?seite=2

 


Die Zeit:

Uns braucht keiner

Der Hauptschulabschluss hat einen üblen Ruf. Wer nicht mehr vorweisen kann, muss sich auf viele Absagen gefasst machen. Unsere Autorin hat drei Hauptschulabgänger zwei Jahre lang begleitet.

http://www.zeit.de/2011/35/Hauptschueler

 


Grüne Jugend Güthersloh:

Dreigliedriges Schulsystem vs. Gesamtschule

http://www.gjgt.de/w/Dreigliedriges_Schulsystem_vs._Gesamtschule

 


Die Welt

Warum das dreigliedrige Schulsystem versagt

http://www.welt.de/politik/article772149/Warum_das_dreigliedrige_Schulsystem_versagt.html


 

100 Schulleiter fordern Gemeinschaftsschulen

In Baden-Württemberg proben Leiter von Grund- und Hauptschulen den Aufstand und fordern das Ende des dreigliedrigen Schulsystems. Das frühe Sortieren der Kinder nennen sie ungerecht, pädagogisch falsch, schmerzhaft – und greifen den Kultusminister per Brandbrief frontal an.

In der Debatte um die Zukunft der Hauptschule haben in Baden-Württemberg nahezu 100 Schulleiter Kultusminister Helmut Rau in bislang unbekannter Offenheit attackiert: Gleich die Mehrheit der Leiter der Grund- und Hauptschulen in der Region Oberschwaben forderte von Rau in einem Brief den „überfälligen Wechsel“ vom dreigliedrigen Schulsystem zur Gemeinschaftsschule, in der Kinder über die vierte Klasse hinaus miteinander lernen.

Nach Angaben der Initiatoren des Briefes, mehrere Rektoren aus Oberschwaben, haben bereits 96 von 131 angeschriebenen Schulleitungen im Kreis Ravensburg und im Bodenseekreis den Protestbrief unterzeichnet. „Das ist ein klares Votum“, erklärten die Initiatoren am Dienstag. Das Festhalten des Landes am starren dreigliedrigen System gefährde zahlreiche Standorte, widerspreche internationalen Erfahrungen und sei gegenüber den Schülern ungerecht.

Der offen Brief:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,481826,00.h…

Bericht auf Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,481824,00.h…

Besonders interessant fand ich folgenden Passus in dem Brief, über den ich so noch nicht nachgedacht hatte:

Welche Gesinnung vermitteln wir unseren Kindern, wenn diese im Alter von neun oder zehn Jahren schmerzlich erfahren, dass sie in drei hierarchisch angeordnete Kategorien eingeteilt werden? […] Grundschulkinder machen von sich aus zunächst den Wert eines Klassenkameraden nicht an seinen schulischen Leistungen fest. Hier werden Wertevorstellungen angebahnt, welche die Einstellung verfestigen, ein Anwalt sei „mehr wert“ als ein Maurer.

 


 

GEW: „Dreigliedriges Schulsystem überholt“

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass der Lernerfolg in heterogenen Gruppen höher sei als in „scheinhomogenen“, wie an deutschen Schulen üblich.

http://bildungsklick.de/a/6089/gew-dreigliedriges-schulsystem-ueberholt/


 

Studis online:

Kurze kommentierte Literaturliste

http://www.studis-online.de/HoPo/Bildungsstreik/schulstruktur.php?seite=3


 

 

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