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Eltern fordern G9-Gymnasium für Darmstadt

Die schwarz-grüne Landesregierung setzt im Streit um G8/ G9 auf Wahlfreiheit. Doch in Darmstadt gebe es diese Wahlfreiheit nicht, beklagen sich Eltern. Die Gymnasien bieten hier ausschließlich die verkürzte Gymnasialzeit an. Doch Eltern wünschen sich eine Alternative zum Turbo-Abi:

Quelle: Hessenschau

Darmstädter GymnasienWichtigste Botschaften:

  • Das Land hat den Schulen die Freiheit gegeben, selbst über G8 oder G9 zu entscheiden
  • Hans-Jürgen Krell, Leiter der EleonorenSchule und Sprecher der Darmstädter Direktoren „schätzt G8“ und sieht keine Nachfrage der Eltern nach G9.
  • Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert eine Umfrage unter den Grundschuleltern.
  • Schuldezernent Rafael Reißer (CDU) lehnt eine Umfrage unter Eltern ab, er will lieber einen runden Tisch (an dem dann natürlich nicht alle Platz haben werden).

Man sollte jedoch auch nicht vergessen, dass an den Gesamtschulen, die ja auch zum Abitur führen, durchaus G9 angeboten wird.

Siehe dazu auch:

 

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Politik ist …

Wählen gehenJa was?

In letzter Zeit habe ich wieder öfter Meinungen gehört, die Politik und Politiker ganz allgemein verdammen oder die dran zweifeln, ob es einen Unterschied macht, ob man eine oder eine andere Partei wählt. Das ist so wie das regelmäßig Klagen über das Fernsehprogramm oder das Kantinenessen – Klagen über das schlechte Angebot, für das man schließlich bezahlt.

Doch leider ist Demokratie kein „Produkt“ bei dem ein Anbieter dafür zuständig ist, uns optimal zu unterhalten. Bei dem wir uns beklagen können, wenn wir unzufrieden oder gelangweilt sind. Im Gegensatz zur Diktatur oder Monarchie. Dort gibt es zwar einen Anbieter, aber die Beschwerdestellen reagieren meist ziemlich undankbar, wenn ihnen Beschwerden zu Ohren kommen.

In der Demokratie ist die Verantwortung in unsere Hände gelegt. Und wir bekommen die Politiker und die Politik, die wir verdienen. Je weniger wir uns kümmern, desto schlechtere Politiker bekommen wir.

Eine wichtige Sache in der Demokratie ist die Auswahl. Je mehr Kandidaten wir zur Auswahl haben, desto besser. Denn nur eine Auswahl ermöglicht uns, auch Andere auszuwählen, statt immer über „die Politiker“ zu schimpfen und dann doch die Gleichen zu wählen (oder durch Nichtwählen einfach weitermachen zu lassen). Nur Auswahl ermöglicht uns, auch anderen, frischen Gesichtern eine Chance zu geben. Wenn die bitteren Klagen über „die da oben“ tatsächlich Recht haben, dann kann es ja kaum schlimmer werden. Gebt den Neuen eine Chance, wenn ihr unzufrieden seid!

Deshalb bin ich froh über jeden Menschen, der sich bei einer Wahl als KandidatIn anbietet. Weil das die Grundlage für eine parlamentarische Demokratie ist.

Warum ist Politik trotzdem so unbeliebt? Ich glaube, dass liegt daran, dass es einige tief verwurzelte Missverständnisse gibt – populäre Missverständnisse, die dazu führen, dass Menschen nicht zur Wahl gehen und der Demokratie so schaden:

1.) Es gibt nicht die eine perfekte, absolut glaubwürdige Partei (und alle anderen Parteien sind deshalb schlecht). Eine Partei ist auch kein Fußballklub, kein Glaubensbekenntnis oder eine Angelegenheit lebenslanger Treue. „Ich habe noch nie was anderes gewählt“ – wer so denkt, hat Demokratie nicht verstanden und schadet ihr, weil er Veränderungen verhindert. Wer sein Leben lang immer nur eine Partei gewählt hat, sollte sich mal Gedanken machen.

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Meine bildungspolitischen Wahlprüfsteine

Ich beschäftige mich ja inzwischen seit knapp 30 Jahren mit Bildungspolitik und die Bildungspolitik wird ein zentraler Faktor sein bei meiner Wahlentscheidung bei der Landtagswahl am nächsten Sonntag.

Der Vergleich der schulpolitischen Vorschlägen für von Schülern des LGG mit den Programmen der Parteien hat mich auf die Idee gebracht, das Gleiche auch mit meinen eigenen Vorstellungen zu tun. Das war einfach, da ich diese bereits letztes Jahr für einen Blog-Beitrag ausformuliert und aufgeschrieben hatte. Auch die Programme der wichtigsten Parteien hatte ich ja bereits.

Allerdings musste ich die Bewertungssystematik etwas ändern. Wenn ich wie beim letzten Mal einen Punkt für „keine Aussage“ vergebe, werden die kleinen Parteien, die sich zu vielen Punkten gar nicht äußern, gegenüber größeren Parteien bevorzugt, die sich wenigstens zu vielen Themen äußern, dafür aber auch mal das Gegenteil davon vertreten, was ich für richtig halte. Deshalb ist die neue Systematik:

Hier die Logik der Punktvergabe:

  • 5 Punkte: Voll / sehr hohe Übereinstimmung
  • 4 Punkte: Weitgehende Übereinstimmung
  • 3 Punkte:  Teilweise Übereinstimmung
  • 2 Punkte: Geringe Übereinstimmung
  • 1 Punkt: Minimale Übereinstimmung
  • 0 Punkte: Im Programm nicht erwähnt
  • -1 Punkt: Ablehnung
  • -2 Punkte: Starke Ablehnung

 

Hier die Auswertung:

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CDU fördert Linksradikalen mit 840.000 €

Freide den Hütten - Kreig den Palästen

Diese Parole ist bei linksextremistischen Gesetzesbrechern „en vogue“ – warum unterstützt die hessische CDU so etwas? Bildquelle: „rotefahne.eu“.

In Hessen deutet sich ein politischer Skandal an, der die Karten für die Hessen-Wahl am Wochenende völlig neu mischen könnte. Steuergelder des Landes Hessen werden zur Verbreitung linksradikalen Gedankengutes verwendet und ein polizeibekannter Aufwiegler erhielt und erhält öffentliche Würdigung und Unterstützung – von völlig unerwarteter Seite: Amtsträger und Parteifunktionäre des konservativsten aller CDU-Landesverbände sollen in diese Affäre verwickelt sein – unter anderem aus dem hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Der parteilose Linksradikale G. Büchner wird in einschlägigen Kreisen für seine revolutionären Ansichten verehrt und idealisiert. Er gilt nach Informationen des hessischen Rundfunks als „unerschrockener Aktivist“.  Büchner stammt aus Riedstadt-Goddelau und kam beim Studium in Straßburg in Kontakt mit französischen Radikalen. Um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, verdingte er sich auch als Autor kommerziell wenig erfolgreicher Sozialdramen. Generell jedoch gilt er als arbeitsscheu – ein Bild, dass er selbst durch öffentliche Äußerungen pflegt wie: „Unser Leben ist der Mord durch Arbeit; wir hängen fünfzig Jahre lang am Strick und zappeln; aber wir werden uns losschneiden“.

Überregional bekannt wurde Büchner durch die Gründung verfassungsfeindlicher Gruppen in Gießen und Darmstadt sowie politische Schriften und Flugblätter, in denen er gegen die Wohlhabenden hetzt und zur Abschaffung des Privateigentums, zu Gesetzesübertretungen und Gewalt aufruft. Er hat wiederholt gesuchte Terroristen mit Falschaussagen, Verstecken und Fluchtmöglichkeiten unterstützt. Wegen der Beteiligung an terroristischen Plänen wurde nach ihm gefahndet – durch Flucht ins Ausland konnte er sich der Verhaftung jedoch entziehen.

Kennern der links-extremistischen Szene ist völlig unbegreiflich, warum auch Mitglieder der hessischen CDU Büchners Machenschaften und radikalen Ansichten öffentlich würdigen. Mindestens 840.000 € aus den Kassen der Landesregierung wurden nach Informationen des Hessischen Rundfunks dafür missbraucht.

Ein Mitarbeiter des Landesamtes für Verfassungsschutz, der ungenannt bleiben möchte, konnte ausschließen, dass Büchner ein V-Mann sei: „Der VS unterstützt keine Personen aus dem linksradikalen Umfeld mit finanziellen Zuwendungen. Solche Programme beschränken sich ausschließlich auf Rechtsradikale.“ Auch sei er nicht in einem Aussteiger- oder Zeugenschutzprogramm untergebracht: „Die Unterstützung dieses Büchners durch die Landesregierung ist uns ein völliges Rätsel und widerspricht all unseren Richtlinien.“ Allerdings könnte es sein, dass der Verfassungsschutz die Politik unzureichend informiert habe. Schließlich habe man selbst Büchner nach seiner Flucht „ein wenig aus den Augen verloren.“

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Schülerforderungen an Landtags-Wahlprogrammen gespiegelt

LGG-Schüler ForderungenIch hatte kürzlich  die Forderungen der “Zukunfts-Werkstatt Schule” am LGG  in Darmstadt vorgestellt. Da sich ja nun die Landtagswahl nähert, war es spannend, mal zu sehen, wie diese Forderungen zu den Parteien passen, die bei der LTW antreten. Ich habe mal mit einer Auswertung der Programme der wichtigsten Parteien (meine Meinung) begonnen. Soviel vorweg: Es gibt in der Bildungspolitik deutliche Unterscheide zwischen den Parteien – und einen überraschenden (knappen) Sieger.

Die Auswertung hat immerhin so viel Spass gemacht, dass ich das auch für meine (deutlich weitergehenden) bildungspolitischen Ansichten ebenfalls noch machen werde. Wenn ich dann die Zeit finde, folgen dann auch die anderen Parteien noch.

Hier die Logik der Punktvergabe:

  • 5  Punkte: Voll / sehr hohe Übereinstimmung
  • 4 Punkte: Weitgehende Übereinstimmung
  • 3 Punkte:  Teilweise Übereinstimmung
  • 2 Punkte: Geringe Übereinstimmung
  • 1 Punkt: Im Programm nicht erwähnt
  • 0 Punkte: Gegenteilige Forderung

 

Das Ergebnis:

Die Reihenfolge der Nennung in der Tabelle folgt der Gesamt-Punktzahl:

Piraten Linke SPD Grüne CDU FW AfD FDP max
Kindergarten
Kindergarten
(verpflichtend) für alle
3 3 3 3 0 5 0 1 5
Spielerische, bilinguale
Förderung
1 4 1 1 4 1 1 0 5
Grundschule
Inklusiv 5 5 5 5 2 1 1 0 5
6-jährig 5 4 4 4 1 1 1 1 5
Nachmittagsbetreuung 4 4 5 5 4 3 1 3 5
kostenloses Mittagessen 5 5 1 1 0 1 1 1 5
Kreativ-Angebote 3 1 1 1 1 1 1 1 5
Praxis-Angebote 3 1 1 1 1 1 1 1 5
bilinguale Förderung 3 4 1 1 4 1 1 0 5
Ethik Pflichtfach 1 1 1 0 1 1 1 0 5
Gesamtschule als
Normalform
5 5 5 3 0 2 1 0 5
Inklusiv 5 5 5 5 2 1 1 0 5
Klassengröße max 20
Schüler
5 4 1 3 1 5 1 1 5
2 Lehrer pro Klasse 1 2 1 3 1 1 1 1 5
kostenloses Mittagessen 5 5 1 1 0 1 1 1 5
bilinguale Förderung 3 3 1 1 1 1 1 1 5
verpflichtendes Fach:
Medienkompetenz
1 1 1 1 2 1 1 3 5
gesellschaftspolitischer
Schwerpunkt
1 1 1 1 1 1 1 1 5
Schülermotivierendes
Rückmeldesystem
1 1 1 5 0 1 1 1 5
Tutor-System 1 1 1 1 1 1 1 1 5
Ethik als Pflichtfach 1 1 1 0 1 1 1 1 5
Oberstufe: LK max 15
Schüler
3 4 1 2 1 3 1 1 5
Oberstufe: GK max 20
Schüler
5 4 1 3 1 5 1 1 5
freie Prüfungsfächerwahl 1 1 1 2 1 1 1 1 5
freie LK-Wahl 1 1 1 2 1 1 1 1 5
 Gesamtpunktzahl 62 61 46 46 32 32 20 19 105

 

Eine solche Auswertung  beinhaltet natürlich immer auch einen gewissen Grad an (persönlicher) Interpretation. Jeder möge sich sein eigenen Bild bilden. Dafür hier der Direktzugriff auf die Programme der Parteien:

Piratenpartei Wahlprogramm Landtagswahl Hessen 2013

Die Linke – Wahlprogramm Hessen 2013

 SPD Wahlprogramm Landtagswahl Hessen 2013

Grüne Wahlprogramm Landtagswahl Hessen 2013

CDU Wahlprogramm Landtagswahl Hessen 2013

Freie Wähler Wahlprogramm Landtagswahl Hessen 2013 (PDF)

Alternative für Deutschland Wahlprogramm Landtagswahl Hessen 2013

FDP Wahlprogramm Landtagswahl Hessen 2013 (PDF)

 

Lasst uns unbedingt per Kommentar wissen, wenn (und warum) ihr zu anderen Ergebnissen kommt.

 

Weitere Artikel zur LTW13 und BTW13:

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The big, fat, fake AfD Swindle: Anti-Euro-Partei mit Identitätsdiebstahl und Urheberrechtsverletzung

Update: Ich finde, dass zusätzliche Parteien immer gut für die Demokratie sind. Ich finde jedoch, dass das Verhalten von Mitgliedern und Anhängern einer Partei interessante Rückschlüsse auf die Gesinnung und Haltung der Partei zulässt.

Es gibt – neben den hier geschilderten Umtrieben – darüber hinaus Tendenzen in der AfD, die ich sehr bedenklich finde. Siehe dazu diese Links:

Telepolis: Alternative für Deutschland: Eine Alternative zur Demokratie?

 Entlarvende AfD – Zitate

 

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Bei der Bundestagswahl und Landtagswahl in Hessen tritt die Alternative für Deutschland (AfD) an, eine stramm rechte, neo-liberale Partei, die für mehr Nationalismus und weniger Regulierung und Kontrolle der Wirtschaft durch den Staat eintritt.

Durch Zufall bin ich auf sehr zweifelhafte Wahlkampfmethoden dieser Partei gestoßen. Sie setzt nicht nur auf gefakte Facebook Profile, sondern schreckt auch vor Urheberrechtsverletzungen und Identitätsdiebstahl nicht zurück.  Hier mein Bericht, wie ich darauf stieß und was ich bisher recherchiert habe:

Johann DörflingerDer Fall Johann Dörflinger

Alles begann damit, dass scheinbar übereifrige AfD Anhänger in der Facebook Gruppe meiner alten Universität, der Uni Konstanz, Wahlwerbung für ihre Partei posteten – ohne jeden Bezug zur Uni, dem Studium oder der Stadt Konstanz. Erst nur vereinzelt, dann häufiger.  Die Gruppenmitglieder regten sich über diesen SPAM  auf, doch da die Moderatoren der Gruppe offenbar noch in den Semesterferien weilen, konnten sie nicht gelöscht werden.

Nachdem ich in der Gruppe als Reaktion ein paar kritische Anmerkungen zur AfD gepostet, wurden diese relativ unsachlich von einen AfD-Fan namens „Johann Dörflinger“ von der Uni Wien (!) kommentiert. Interessiert an der (mangelnden) Tiefe seines wirtschaftlichen Sachverstandes interessierte mich dann doch sein Fachgebiet. Einen „Johann Dörflinger“ jedoch konnte ich dort nicht ausfindig machen, dafür einen Johannes Dörflinger, ein emeritierter Professor der historischen Fakultät.

Was mich jedoch stutzig machte: Dörflinger ist Jahrgang 1941 und als österreichischer Historiker, der zum Thema „Die österreichische Kartographie vom Spanischen Erbfolgekrieg bis nach dem Wiener Kongreß. Unter besonderer Berücksichtigung der Privatkartographie zwischen 1780 und 1820.“ habilitierte, sollte er sich auf Facebook nun für eine deutsche Partei mit wirtschaftlichem Schwerpunkt engagieren?  Unwahrscheinlich – aber nicht ausgeschlossen.

Doch auch das Facebook-Profilfoto zeigt ganz offensichtlich keinen 72-jährigen, sondern einen deutlich jüngeren Mann. Der dann auch schnell identifiziert war: Das Bild zeigt Gerhard Niesslein, Vorstandsvorsitzender der Orascom Development Holding AG.

War hier Dörflinger mit dem Bild eines Fremden unterwegs? Oder versteckt Gerhard Niesslein heimliche AfD Sympathien hinter dem Namen eines Wissenschaftlers, um seinem Geschäft nicht zu schaden? Oder hatte sich ein Dritter Bild und Identität gestohlen, um seine wahre Identität zu verschleiern?

Begierig der Sache weiter auf den Grund zu gehen, machte ich einen Fehler: Ich konfrontierte den falschen Dörflinger mit den Vorwürfen des Identitätsdiebstahls und der Urheberrechtsverletzung. Es dauerte keine Stunde, da war nicht nur die AfD–Werbung Dörflinger in Facebook verschwunden, sondern das gesamte Profil komplett gelöscht. Damit war meine Chance dahin, noch mehr über den falschen Dörflinger herauszufinden.

Zumindest direkt. Denn erstens habe ich sowohl den echten Johannes Dörflinger als auch Gerhard Niesslein darüber informiert, wie sie auf Facebook von der AfD benutzt wurden. Zweitens hatte ich noch ein paar indirekte Spuren, die weiter in den AfD-Sumpf führten:

 

Uwe HampeDer Fall Uwe Hampe

Ebenfalls in der Uni Konstanz Gruppe hatte ein „Uwe Hampe“ für die AfD getrommelt  – auf ähnliche penetrante Art wie der falsche „Johann Dörflinger“. Zeit mir diesen Uwe Hampe mal näher anzusehen.  Und prompt wurde ich fündig, beziehungsweise erst mal nicht fündig. In seinem Facebook Profil  heißt es:  „Arbeitet bei Universität St.Gallen (HSG)“ – doch an der HSG ist weit und breit kein Uwe Hampe zu finden.  Selbst in der gesamten Schweiz findet Google keinen noch so entfernten Hinweis auf die Existenz eines Uwe Hampe. Es gibt einen Rechtsanwalt namens Uwe Hampe in Buxtehude und einen über 70-jährigen Pferdezüchter in Mecklenburg mit diesem Namen (hier fällt eine Ähnlichkeit mit dem echten Dörflinger  auf – Methode?).

Damit nicht genug, denn das Profilbild von Uwe Hampe ist sehr wohl im Netz zu finden – allerdings gehört das darauf zu sehende Gesicht dem russischen Schachspieler Boris Grachev und wurde auf der Deutschen Chessbase-Seite veröffentlicht.

Ich habe ernste Zweifel, ob die hinter den Profil von „Uwe Hampe“ stehende Person die notwendigen Nutzungsrechte erworben hat, um es wie geschehen auf Facebook zu nutzen.

 

 

 

Der Fall Jaqueline Müller  

 Jaqueline Müller Auf der Facebook Seite des Südkurier (Konstanzer Tageszeitung)  hat eine  Jaqueline Müller  in mehreren Kommentaren für die AfD  geworben. Über sich selbst verrät sie in ihrem Profil nicht viel – nur dass sie bis 2006 in Pforzheim zur Schule gegangen und 2010 Facebook beigetreten ist – zwischen 2010 und 2013 ist die Chronik aber leer. Der Name Jaqueline Müller ist Google zufolge recht weit verbreitet. Es gibt bei Xing das Profil einer  Jaqueline Müller (inaktiv), die angeblich als Assistentin im Adecco Office Konstanz arbeitet. Jedoch gibt es in Konstanz gar kein Adecco Niederlassung – die nächste Niederlassung ist in Singen.

Dafür, dass „Jaqueline Müller“ außerhalb von Facebook im Netz inaktiv ist, ist ihr Profilbild sehr häufig im Netz zu finden. Das darauf abgebildete Gesicht gehört jedoch einem Mädchen namens Shelly, einer Bio Studentin der Texas A&M Universität, die 2010 zumHottest College Girl in America“ gewählt worden war.  Die Urheberrechte an dem Profilbild von „Jaqueline Müller“ hat vermutlich der veranstaltende US Dienst „College Humor“.

Also vermutlich auch hier eine massive Urheberrechtsverletzung und vielleicht sogar ein Identitätsdiebstahl.

 

Zusammenfassung:

Angesichts des systematischen Aufbaus dieser Profile durch die AfD oder durch einzelne Personen aus dem Umfeld der AfD ist zu vermuten, dass ich bisher nur die Spitze des Eisbergs entdeckt habe. Zumal ich ja nur im Bereich Konstanz Ausschau gehalten habe. Ich rate dazu, bei Personen, die für die AfD werben, genauer hinzusehen. Es ist zu hinterfragen, ob es die Personen wirklich gibt und ob sie auch tatsächlich die Verfasser der entsprechenden Werbung sind.

Vermutlich werden der oder die Verantwortlichen nach Veröffentlichung dieses Artikels noch vorsichtiger werden und sich noch besser tarnen. Solange sie sich jedenfalls nicht zu erkennen geben und öffentlich entschuldigen, muss man davon ausgehen, dass sie nicht verstehen, dass ihr Handeln kriminell ist und sie damit weitermachen.

Falls sich hinter all diesen Fake-Profilen ein und dieselbe Person verbirgt, dann würde ich folgendes Profil erstellen: Die Person lebt oder lebte in Konstanz, ist Mitglied der AfD oder steht ihr inhaltllich sehr nahe (strikt rechtsgerichtet, neoliberal, christlich-nationalistisch), interessiert sich für Geschichte, Schach und für blonde, halbnackte Teenager.

 

Weiter Auffälligkeiten

Es gibt ein paar Gemeinsamkeiten verbinden Fake-Profile von Johann Dörflinger, Jaqueline Müller  und Uwe Hampe:

1.)    Ihre größte Abneigung gilt offensichtlich nicht der CDU und FDP, obwohl diese doch für die aktuelle Euro-Politik verantwortlich sind, gegen die sich die AfD vor allem wendet. Nein, die Grünen sind die Partei an der sie sich vor allem reiben. Alle drei waren mit Seiten und Gruppe verbunden, die sich um prominente grüne PolitikerInnen drehen – entweder Fan Seiten, oder Seiten die gegen die Politiker hetzen – und zwar auf sehr persönliche, diffamierende und hassvolle Art.

2.)    Zwei von ihnen „gefällt“ der „Hayek Club Konstanz“, eine Art neoliberale Denkwerkstatt an der Uni Vorträge  organisiert. Da ihnen sonst kaum noch etwas gefällt, ist das relativ auffällig.

Und auch im Konstanzer Wahlkampf ist die AfD auffällig geworden. See-online schreibet  :

Die Alternative für Deutschland werbe „auf Werbeplaketen von Bündnis90/Die Grünen, auf  Litfaßsäulen der Firma Schwarz Außenwerbung, auf  Zigarettenautomaten “AWZ Tabakservice GmbH”, auf  Werbeplakaten des Stadttheaters, auf Parkscheinautomaten der Stadt Konstanz und auch auf Briefkästen der “Deutschen Post”.

Und prompt taucht da eine alte Bekannte wieder auf, um diesen Vorwurf  abzumildern. „Jaqueline Müller“ (dieses Mal ohne geklautes Foto) schreibt:

sie schreiben Briefkästen

dabei handelt es sich scheinbar um einen einzigen

ein einziger Zigaretten-Automat

zwei Parkscheinautomaten

ein Grünen Plakat

wieso bauschen Sie das so auf?

 

Hat sie/er die vielleicht selbst verklebt?

 

Soweit zur Konstanz-Connction der kriminellen AfD Aktivitäten. Darüber hinaus gibt es noch eine Spur, die nach Berlin und in CDU Kreise führt. Dazu in Kürze mehr. Ebenso, falls ich von den Betroffenen der Urheberrechtsverletzungen / des Identitätsdiebstahls etwas zurück höre.

Update: 28.8.2013: Gerhard Niesslein teilt mit, dass die Verwendung seines Bildes nicht autorisiert war. Ansonsten: „Kein Kommentar“.

Update: 29.8.2013: Der Organisator des Hayek Club Konstanz hat sich von den Umtrieben und der AfD distanziert: „Es ist richtig, dass Mitglieder der AfD Veranstaltungen unseres Clubs aufsuchen. Allerdings haben wir wenig gemeinsam mit dieser altmodischen Partei, die auf billige Ressentiments setzt und nicht im entferntesten neoliberal zu nennen ist.“ und darum gebeten, seinen Namen zu entfernen. Dem komme ich gern nach.

 

Siehe auch:

Alternaive für Deutschland: Spaltung droht

Wahlsplitter 2016

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Georg Büchner. Darmstädter Linksradikaler.

Georg BüchnerDas ständige Gedöns der Darmstädter Bildungsbürger mit der „Revolution“ war mir ja schon immer reichlich suspekt. Insbesondere, weil ich den Eindruck habe, dass viele, die da ihren Georg Büchner hochhalten, sich in ihrem bildungsbürgerlich-kuturellen Wohlstandsgebilde sehr bequem eingerichtet haben und ihnen ein solcher Umsturz der Verhältnisse – sollte er denn tatsächlich kommen – so gar nicht gelegen käme.

Natürlich kann ich mich irren und vielleicht steckt hinter der bürgerlichen Fassade doch eine tiefliegende Unzufriedenheit und eine Sehnsucht nach einer anderen Welt. Immerhin stellen die Grünen in Darmstadt die größte Fraktion im Stadtrat und es gibt eine lange Tradition auch unkonventionelle Gruppen wie Uffbasse oder die Piraten mit Sitzen in dieses Gremium zu entsenden.

Andererseits: Das Motto des – von Büchner maßgeblich mit geprägten – Hessischen Landboten war die Parole „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“. Und wenn ich meinem – hier allerdings nur oberflächlichem Wissen (und der Wikipedia) trauen kann, dann gehörte Büchner eher zum radikaleren Flügel des Landboten.

So gesehen war Büchner ein Linksradikaler.

Würde er heute leben, wäre vielleicht nicht gerade die hessischen Landbevölkerung (der es dank üppiger EU Subventionen prächtig geht)  Grund für seinen revolutionären Eifer. Doch es gibt heute Millionen Menschen auf der Erde, denen es noch viel beschissener geht als den gemeinen Hessen zwischen 1831 und 1837. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Büchner angesichts solcher Zustände heute weniger radikal für deren Wohlergehen streiten würde. Und verglichen mit deren Hütten sind selbst die einfachen Eigenheime der Darmstädter Bildungsbürger fantastische Paläste. Und was mit den Palästen – nach Büchner – doch bitte passieren solle:  siehe oben.

So gesehen wäre Büchner wohl auch heute: Ein Linksradikaler.

Folglich wird es zu Georg Büchners 200. Geburtstag in Darmstadt eine offizielle Landesausstellung zu Leben und Werk eines Linksradikalen geben. Was nicht ohne Witz ist. Unter dem Titel Georg Büchner. Revolutionär mit Feder und Skalpell” wird vom 13. 10. 12013 bis zum 16. 2. 2014 im Darmstadtium eine multimediale Präsentation zu Leben und Werk des Dichters, Revolutionärs und Naturwissenschaftlers zu sehen sein. Unter der Schirmherrschaft des Bundeskulturministers Bernd Neumann und des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU).

Schon deshalb darf man gespannt auf die Ausstellung sein.

Der Anspruch der Ausstellungsmacher:

Ungefiltert und zugleich wie in einem Brennglas versammeln sich in Büchners Werk die Erfahrungen eines Lebens zwischen Unterdrückung und Freiheitshoffnung, zwischen spekulativer Philosophie und nüchterner Wissenschaftlichkeit, zwischen der Euphorie des Gipfelblicks und klaustrophobischer Angst. Georg Büchner war ein Meister des Wortes und der szenischen Gestaltung. Beides, Worte und szenische
Gestaltungen, aber auch werkzentrale Elemente wie das Lachen waren für Büchner Waffen: Formen der Notwendigkeit, der Notwehr und zugleich Mittel der Befreiung sowie der Freiheit. Diese Erkenntnis ist leitend für die Ausstellung – sie gilt für alle literarischen, politisch-agitatorischen und wissenschaftlichen Aktivitäten Büchners.

Die suggestive Ausstellungsinszenierung im Darmstadtium mit Originalmanuskripten, Multimedia-Installationen, zeithistorischen Objekten, Gemälden, Filmprojektionen und Hörstationen wird den Besucherinnen und Besuchern erlauben, sowohl räumlich als auch gedanklich in die Welt Büchners einzutauchen – und zugleich erstmals die faszinierende Möglichkeit eröffnen, einem der großen Schreibstrategen der Weltliteratur bei der Arbeit zuzuschauen. Dank einer eigens für die Ausstellung
konzipierten Medientechnik können Büchners Textmontagen und -collagen unmittelbar nachvollzogen werden und erschließen damit sein Werk auf gänzlich neue Weise. Der zeitliche Bogen der Schau spannt sich von der Leipziger Vielvölkerschlacht, an deren zweitem Tag Büchner geboren wird, bis zur Rezeption des Revolutionärs mit Feder und Skalpell in den Attac- und Occupy-Bewegungen unserer Tage.

Quelle: Pressemitteilung zur Ausstellung der Stadt Darmstadt (PDF, ab Seite 4)

Jan-Christoph Hauschild Georg Büchner: Verschwörung für die Freiheit

Jan-Christoph Hauschild „Georg Büchner: Verschwörung für die Freiheit”

Siehe auch:

Aufrührerische Büchner Zitate

CDU fördert Linksradikalen mit 840.000 €

Interview mit S. Peter Brunner zu Büchner 200

 

Wer sich nicht ausschließlich auf die Darstellung der Person Büchners durch das Institut Mathildenhöhe als Quelle verlassen will, kann sich vorab schon mal hier informieren:

 

VHS-Kurs „Georg Büchner & seine ZeitGenossen”, ab Mittwoch, 27. Februar 2013 (ff) im Prälat-Diehl-Haus, Ober-Ramstadt.  Ein Kurs über die Frage, was aus Georg Büchner hätte werden können. Mehr Infos geschwisterbuechner.de
Flyer dazu, Einzelheiten und Anmeldung direkt bei der Volkshochschule

 

Aufführung des Büchner-Films „Eine Deutsche Revolution” , Donnerstag, 16. Mai 2013 , Saalbau-Kino, Pfungstadt.

Deutschland 1982 unter der Regie von Helmut Herbst. Darsteller u.a.  Peter Becker, Bazon Brock, Marquard Bohm, Peter O. Chotjewitz. Nach dem Roman von Kasimir Edschmid. Film mit Rahmenprogramm, anlässlich des 200. Geburtstags von Georg Büchner. Saalbau Kino Pfungstadt

 

Katalog zur Ausstellung: „Georg Büchner : Revolutionär, Dichter, Wissenschaftler 1813 – 1837 “ (1987) Stroemfeld 1987. ISBN: 3-87877-279-3 (Erst seit kurzem beim Verlag vergriffen, aber laut geschwisterbuechner.de leicht und günstig antiquarisch zu finden)

 

Buch: Hintergrund-Infos und Info zur Lesung am 19.2., Rezension von Peter BrunnerBericht von der Lesung am 19.2. mit Audio-Hörprobe von Peter Brunner.

 

 

 

Wikipedia-Artikel zu Georg Büchner

 



 

 

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Hessische Bildungsmisere continues…

Wenn am Sonntag in Hessen gewählt würde, wäre die schwarz-gelbe Regierung abgewählt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des Hessischen Rundfunks.

Unzufrieden sind die Hessen vor allem mit der Bildungspolitik der CDU-FDP Landesregierung. Denn Bildung ist das wichtigste Thema für die Hessen und Hessinnen:

Wichtigstes politisches Problem in Hessen: Bildung

Wichtigstes politisches Problem in Hessen: Bildung

 

Größtes Thema ist scheinbar die entschiedene Ablehnung von G8:

HessInnen lehnen G8 entschieden ab: 50% für 9 Jahre plus 39% für freie Wahl

HessInnen lehnen G8 entschieden ab: 50% für 9 Jahre plus 39% für freie Wahl

 

Dagegen stimmt mich ein wenig traurig, dass die Mehrheit der HessInnen immer noch SchülerInnen nach Leistung selektieren will, obwohl längst nachgewiesen ist, dass aller SchülerInnen von Leistungsunterschieden in Klassen profitieren. Allerdings kann man daraus noch keine Unterstützung für das dreigliedrige Schulsystem ableiten, da auch das von Rot-Grün / Grün-Rot vertretene zweigleisige System diese Bedingung erfüllt. Hier wäre eine differenziere Befragung hilfreich gewesen.

Noch wenig Akzeptanz für gemeinsamen Unterricht

Noch wenig Akzeptanz für gemeinsamen Unterricht

 

Die Einsparungen, die die Landesregierung mit der aktuellen Vorlage zum „Hessisches Kinderförderungsgesetz“ (KiföG – wobei „Förderung“ hier ein echter Hohn ist) realisieren will, werden die Situation im Bildungswesen noch weiter verschärfen. Allerdings werden die Auswirkungen dieser Beschneidung der Bildungseinrichtungen erst nach der nächsten Landtagswahl sichtbar werden.

Sascha Endlicher informiert über die Details des KiföG und seine Auswirkungen auf Kindergärten und Schulen. Ich werde mich hier in Kürze auch noch ausführlicher damit beschäftigen.

 

 

Siehe auch:

Hessen: Mit der Bildungspolitik massiv unzufrieden

Soziale Selektion beim Zugang zum Studium

Warum will die FDP einen Banker zum Staatssekretär im Kultusministerium machen?

Miese Noten für die Landesregierung

Irrwege der Unterrichtsreform

Dreigliedriges Schulsystem – pro und contra

Linksammlung: Schule und Integration

 

 

 

Mehr Informationen zur Bildungspolitik:

Literaturliste Bildungspolitik

Ausbildungsalternativen: Abi, Lehre, Studium, …

Artikelsammlung Kindergarten / Krippe / Kita

Linksammlung Rahmenbedingungen des Lernens

Linksammlung Lehrerinnen & Lehrer

Internationale Vergleiche, Erfahrungen sowie Pisa & Co.

Konfliktbewältigung an der Schule

Infos rund um Anti-Pädagogik

Soziale Schranken zum / im Studium

Linksammlung Bildungs(politik)konzepte

 

 

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Miese Noten für die Landesregierung

Ich habe neulich ja schon berichtet, dass die hessische Bevölkerung laut einer aktuellen Umfrage vor allem mit der Bildungspolitik der Landesregierung besonders unzufrieden ist.

Aus einer daraus folgenden Diskussion entsprang die Idee, diese Leistung doch einmal an den Vorgaben für Lehrer zur Leistungsbewertung  an Schulen zu spiegeln. Darauf aufbauend erstelle ich der hessischen Landesregeirung folgendes Zeugnis:

 

Zeugnis

Die Landesregierung erhält zum Ende des dritten Jahres ihrer Regierung von den Bürgerinnen und Bürgern Hessens folgende Bewertungen:

Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen 4
Bekämpfung der Kriminalität 4
Familienpolitik und Kinderbetreuung 5
Schul- und Bildungspolitik 5

Angesichts dieser Noten ist eine Versetzung in die nächste Landesregierung zum Ende der Legislaturperiode sehr fraglich.

Angesichts des bevorstehenden Schulwechsels in eine weiterführende Schule empfehlen wir-  angesichts von zwei 5en in den vier Hauptfächern – die Regierungsparteien für die Mit-Regierung in einem der Hauptbundesländer, mit viel Anstrengung vielleicht auch in einem der leichter zu regierenden Realbundesländer. Von der Beteiligung an der Regierung in einem weiterführenden Bundesland oder gar der Bundesregierung raten wir ab.

Mit freundlichen Grüßen

 

Schulleiterin

 

Quelle für die Umfrageergebnisse: Hessischer Rundfunk

Quelle für das Mapping der Umfrageergebnisse auf Schulnoten: Hier, hier und hier

 

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Hessen: Mit der Bildungspolitik massiv unzufrieden

Es sieht nicht gut aus für die hessische Landesregierung – sie hat in einer aktuellen Umfrage ihre Mehrheit in der Bevölkerung verloren.

Besonders interessant jedoch ist, womit die Bevölkerung am unzufriedensten ist: Mit der Bildungspolitik der Landesregierung (und gleich danach:  Familie & Kinderbetreuung).

65% der hessischen WählerInnen sind mit der Bildungspolitik der CDU-/ FDP Landesregierung unzufrieden

65% der hessischen WählerInnen sind mit der Bildungspolitik der Landesregierung unzufrieden

Das ist insbesondere deshalb interessant, weil die Bildungspolitik ja nicht gerade ein Schwerpunkt der Presseberichterstattung in hessischen Medien ist. Viel davon scheint von Schülern, Lehrern und Eltern (wie mir) selbst erlebt worden zu sein.

Auch die von der Kultusministerin zum Schwerpunkt ihrer zukünftigen Arbeit erklärte Reform der Schulverwaltung (Zusammenlegung der Schulämter) und die Ernennung eines (fachlich inkompetenten) Bankers zum Staatssekretär im Kultusministerium dürfte daran nur wenig ändern (wenn nicht sogar die Situatiuon noch weiter verschlimmern).

Konsequent ist, dass die FDP, die ja die Kultusministerin stellt, in der aktuellen Umfrage auf 4% sinkt. Leider hilft das den Schülern, die jetzt durch die Schule müssen, ziemlich wenig.

In der Umfrage erhalten die Parteien folgende Werte: CDU 34%, SPD 30% Grüne 20% Piraten 6%, FDP 4%, Linke 3%, sonstige 3%.

Mehr Infos und Details hier:

http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&key=standard_document_43341660&gallery=1&mMediaKey=mediathek_43344308&b=0

 

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