Artikel getaggt mit Verkehr

Stiller Ritt am Mittwoch, 18. Mai 2016

Fahrrad unter LKWIm November wurde ein 87-jähriger Radfahrer auf der Landgraf-Georg-Straße in Darmstadt von einem LKW erfasst und verstarb kurz darauf im Krankenhaus. Ich habe selbst schon einen ähnlichen Unfall beobachtet, der zum Glück glimpflich verlief (siehe Bild rechts).

Am Mittwoch, 18. Mai 2016, findet erstmals der Ride of Silence in Darmstadt statt. Der Ride of Silence ist eine jährliche Fahrradveranstaltung, mit der der auf öffentlichen Straßen getöteten und verletzten Radfahrern gedacht wird.

„Es gibt viele seit Jahren bekannte und für Radfahrer sehr gefährliche Stellen. Auf diese weisen wir hin“, erläutert Veranstalter David Grünewald (25).

Eine der Ursachen: Viele Radfahr- und Schutzstreifen werden als Parkplatz missbraucht. Daraus entstehen täglich brenzlige Situationen, die auch ich täglich erlebe. Grünewald kritisiert insbesondere das Darmstädter Ordnungsamt unter der Leitung von Rafael Reißer (CDU) : „Es besteht kein Kontrolldruck seitens der Ämter“. Den Rest des Eintrags lesen. »

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Nur durchwachsene Ergebnisse: Darmstadt in der ADFC-Fahrradklima-Umfrage

ADFC FahrradklimatestDie Auswertung der bundesweiten ADFC-Fahrradklima-Befragung 2014 liegt vor und für Darmstadt enthält sie gute wie schlechte Nachrichten. Wie immer kommt es dabei auf die Perspektive und den Vergleichsmaßstab an.

  • Darmstadt erhielt von den Teilnehmern im Durchschnitt die Schulnote Note 3,5, also gerade mal ein „Ausreichend“.
  • Die Note hat sich seit der letzten Umfrage 2012 immerhin um 0,3 verbesser (damals: Note 3,8). Eschborn hat jedoch eine Verbesserung um 0,64 erreicht, 7 weitere hessische Städte haben sich ebenfalls stärker verbessert. Mehr wäre also drin gewesen.
  • Dennoch reicht diese Note, um in Hessen auf Platz 1 der Städte über 50.000 Einwohner zu kommen.
  • Nimmt man jedoch auch die kleineren Städte hinzu, kommt Darmstadt nur noch auf Platz 19 und liegt es klar hinter Städten wie zum Beispiel Mörfelden-Walldorf (Kreis Groß-Gerau, 2,95), Baunatal (Kreis Kassel, 3,02) und Heusenstamm (Kreis Offenbach 3,08).
  • Bundesweit erreicht es in der Gruppe 100.000 bis 200.000 Einwohner immerhin den Platz 7, allerdings hinter meiner „Heimat“ Göttingen (Platz 5).

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Platzverbrauch

Eigentlich kein Kommentar notwendig:

 

Autos, Fussgänger Tram, Straßenbahn, Verkehr

Ach doch: Radfahrer sind nicht berücksichtigt.

Update:  Noch eines, dieses Mal mit Radfahrern:


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Wie viele Klappräder passen auf einen Autoparkplatz?

42 Klappräder passen auf einen einizigen Autoparkplatz

Antwort:

42


Ob das Zufall sein kann???

Musste ich einfach posten.

Quelle: www.alle-macht-den-raedern.de

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Ein Leben nur mit Radel ohne Auto…

Gastbeitrag von Janni

..war schon lange Zeit eine umweltbewusste Wunschvorstellung von mir. Die Realität sah leider anders aus. Ständig den Zeitfaktor im Genick, immer wieder einige Minuten einzusparen, ließen mich automatisiert zum Autoschlüssel greifen, um dann doch mit schwerer Verbrennungsmaschine die wenigen Kilometer zum Einkaufen zu fahren. Allerdings muss ich zugeben, dass meine alte Heimat (Saarland) sehr hügelig ist und man eine beachtliche Kondition benötigt, um alle Erledigungen mit dem Rad zu bewältigen.

Nun erzähle ich Euch (m)eine zunächst traurige und dann sehr schöne (Lebens-)Geschichte, die sehr mit dem RADFAHREN verbunden ist :o))))))))))))))

Eines Tages beschlossen mein Ex-Mann und ich, dass wir doch besser getrennte Wege gehen sollten. Da war nichts mehr zu kitten. Mit diesem Auseinandergehen verlor ich alles, was ich mir in über 20 Jahren aufgebaut hatte: einen Lebenspartner, ein sicheres abgezahltes Heim, einen wunderschönen biologisch bewirtschafteten Garten, viele wichtige Dinge im und am Haus und auch ein Auto.

Kein Auto - kein MotorradMein Leben war auf 0 gesetzt, sozusagen resetet. Was mir mit anderen wenigen Dingen verblieb, war mein Radel (ein Stevens Cross Rad). Ich erkannte sofort die Chance meines Lebens und sagte zu mir, „oh ja, jetzt endlich kann ich (m)ein umweltbewusstes Leben leben und ab sofort nur noch radeln, zu Fuß gehen oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Ein Auto hätte ich mir sowieso nicht leisten können.

Stellt Euch vor, es klappt und sogar viel viel besser, als ich mir zunächst dachte. Inzwischen sind fast 2 Jahre vergangen und ich besitze immer noch kein Auto!!!

Über ein Jahr fuhr ich in meiner hügeligen Ex-Heimat viele Einkäufe und meine Strecken zum Fitness-Studio mit dem Radel bei Wind und Wetter. Gerne denke ich an die ganz speziellen Rückfahrten an späten Winterabenden bei ordentlichen Minustemperaturen zurück. Nach einer Doppelstunde (Bodypump und Spinning) fuhr ich dick eingepackt nach Hause und musste am Ende noch einen langen recht steilen Anstieg bewältigen, um ganz oben auf dem Berg zu meinem Wohnhaus zu gelangen, nach 2-stündigem kräftezehrenden Sportprogramm oftmals etwas quälend. Das Radel stellte ich jedes Mal in die große Garage beim Haus und freute mich köstlich, dass mein edles Crossrädchen einen schönen großen Stall für sich ganz alleine hatte, während meine ganzen Nachbarn lächerliche dicke Autos in ihren Garagen stehen hatten ;o)))

Eines schönen warmen Sommertages war ich traurig, da ich alleine war. Da war keine starke Schulter mehr, an die ich mich anlehnen konnte, kein sportlicher Freund mehr an meiner Seite, der mit mir tolle lange Urlaubstouren mit dem Radel unternahm …………… So beschloss ich etwas zu tun. Und was? Ich inserierte beim ADFC (großer Dank dem ADFC an dieser Stelle) in der Rubrik „Radpartner gesucht“ oder so ähnlich, dass ich ein passendes männliches Pendant für tolle Urlaubstouren suche und ganz klein darunter „bei Sympathie evtl. mehr“.

Da ich schrieb, dass ich viel radele und ziemlich sportlich sei und bei Urlaubstouren auch mal locker 100 km pro Tag schaffte, glaubte ich eher weniger Zuschriften zu erhalten. Jedoch kamen so einige……
Eines Tages erreichte mich eine Mail, die meine Aufmerksamkeit besonders erregte. So lernte ich einen lieben Nürnberger kennen.

Uns verband vieles. Vor allem aber, dass wir beide unseren Ex-Partner verloren hatten und damit alles weitere, unser Leben auf 0 gesetzt war und wir beide außer Kleinigkeiten nur noch unser Radel hatten. Darüber hinaus sind wir beide auch sehr sportlich und können gut auf vieles verzichten (z. B. Fernsehgerät). Dafür haben wir viele gute Bücher und kochen gerne gutes Essen und genießen. Wir leben nun bereits ein halbes Jahr zusammen und erledigen alle unsere Einkäufe mit dem Rad, sogar jetzt im Winter bei Eis und Schnee.

Über das Radfahren haben wir uns kennengelernt und es besteht kein Zweifel daran, dass mein Leben aufgrund dieses umweltfreundlichen Fortbewegungsmittels eine sehr positive Wende erfahren hat und ich nun wieder sehr glücklich bin.

Alle Menschen, vor allem den einsamen, wünsche ich von Herzen, dass sie auch einen lieben Partner haben/finden, der die Freude am Radfahren mit ihnen teilt und sie gemeinsam einen Lebensstil pflegen können, der dem Leben auf unserer Erde gut tut, der sozusagen nachhaltig ist.

(Dieser Artikel erschien zuerst als Gruppen-Beitrag auf Utopia.de)

 

Janni empfiehlt: Förderverein Give and Give e.V.

 

Fotos: Carsten Buchholz

 

Siehe auch weitere Beiträge in der Kategorie „Verkehr„:

 

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China 3: Der Adler ist gelandet

Schild: Pick up Area Airport BeijingWährend es in Deutschland auf die 9 Uhr morgens zugeht, ist hier in Peking der Nachmittag schon fortgeschritten. So um 12 Uhr Mittags (Ortszeit) sind wir gelandet (Hintergrund: 1,2).

Bisher habe ich die Chinesen als extrem professionell erlebt. Das Essen von Air China ist das Beste gewesen, was ich je auf einem Flug serviert bekommen habe.  Überall herrscht ein sehr hoher Grad an Sauberkeit, ohne dass es hier steril wäre.

Der lokale Reiseleiter Sun ist ein echter Pekinese (der Witz stammt von ihm selbst und fällt mir jetzt dauernd ein) und spricht (nach 2 Jahren Studium in Stuttgart) ein sehr, sehr gutes Deutsch -und kann auch fließend ins Schwäbische wechseln. Nur das er dauernd „ne“ und „na“ an das Ende seiner Sätze hängt, nervt mich ein klitzekleines bisschen. Ob das wohl typisch dafür ist, wie die Chinesen auf Chinesisch reden, oder ist das seine persönliche Macke?

Jedenfalls hat er uns natürlich darauf hin gewiesen, das Peking gar nicht Peking heißt, sondern Beijing.

Überhaupt versteht er sich als echter Alleinunterhalter, versorgt uns – neben den historischen und aktuellen Fakten zur Stadt vor dem Busfenster – mit gesellschaftlichen, kulturellen, sozialen und politischen Hintergrundwissen. Dabei werden Probleme offen benannt und auch politische Witze sind nicht Tabu. Ich habe jedenfalls nicht den Eindruck, dass er fürchtet, irgendwelche Repressionen zu bekommen, wegen dem was er sagt. Running Gag ist, dass er in 20 Jahren Präsident werden will.

Die Internet-Nutzung ist hier im Hotel kostenlos und war völlig easy einzurichten. Jedes Zimmer hat sein eigenes WLAN.

Die ersten chinesischen Worte habe ich auch schon gelernt:

Airport Beijing

Flughafen Beijing

„Mi haao“ (gesprochen als will ich ein Brett damit zerschlagen) bedeutet „Guten Tag“.

„Chichi“ (gezwitschert) bedeutet „Danke“.

Beijing liegt in einer Ebene, die von drei Seiten von hohen Gebirgszügen umgeben ist (im Durchschnitt 1.000m Höhe). Es hat  19,6 Mio. Einwohner und ein entsprechende Verkehrschaos. Wer noch das Bild der Stadt der Fahrräder im Kopf hat, sollte umdenken: Die Millionen Fahrräder wurden auf gleicher Fläche durch dieselbe Anzahl an Autos ersetzt.

Die meisten Chinesen scheinen auf das Chaos mit Gelassenheit zu reagieren. Die Stadt-Regierung von Beijing hat das Problem erkannt und reagiert mit fünf innovativen Maßnahmen:

  • Montags dürfen Autos, deren Nummernschilder mit den Ziffern 1 oder 5 enden, nicht fahren
  • Dienstags dürfen Autos, deren Nummernschilder mit den Ziffern 2 oder 6 enden, nicht fahren
  • Mittwochs dürfen Autos, deren Nummernschilder mit den Ziffern 3 oder 7 enden, nicht fahren
  • Donnerstags dürfen Autos, deren Nummernschilder mit den Ziffern 4 oder 8 enden, nicht fahren
  • Freitags dürfen Autos, deren Nummernschilder mit den Ziffern 9 enden, nicht fahren
  • Samstags und Sonntag dürfen alle fahren.

Es ist auch nicht so, dass die Öffis hier nicht genutzt werden. Jeder Bus den wir sehen, ist richtig, richtig voll. In Beijing ist geplant, die Zahl der U-Bahn-Linien von derzeit 25 auf 93 in 2018 zu erhöhen. 93 U-Bahn Linien! So viele Fahrzeuge hat vielleicht der MVV.

In Schanghai hat die Stadtregierung anders reagiert. Dort kostet ein neues Nummernschild rund 7.000 Euro, was die Zulassung neuer Autos etwas reduziert, aber auch nicht gelöst.

Blick aus dem Hotel in Beijing

Blick aus dem Hotel in Beijing

Naja, in mehreren dieser Beijing-Staus haben wir schon gesteckt. Trotzdem geht es irgendwie voran. Und so bekamen wir am ersten Tag folgendes geboten:

 

  • ein typisches hochklassiges chinesisches Abendessen (Lecker!)
  • ein Besuch einer Garküche (ein echtes Erlebnis!)
  • ein Spaziergang in der zentralen Fußgängerzone der Stadt (ZdIK- Zentrum des Internationalistischer Kapitalismus)
  • eine Rundfahrt „Peking bei Nacht“
  • ein Spaziergang in einem Bar- und Ausgehviertel, in dem vor allem Jugendliche der Oberschicht und gehobenen Mittelschicht weggehen.

Berichte und Bilder folgen, erste Eindrücke vorab hier:

http://s1241.beta.photobucket.com/user/netsracDA/library/China

Morgen (Sonntag) findet hier übrigens der Beijing-Marathon statt. Sie haben ihn dieses Jahr extra verlegt, damit ich dabei sein kann.

Mehr in Kürze!

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Denn Radwege sind zum Parken da…

Falschparker auf dem RadwegStraßen sind dazu da, damit Autos drauf fahren können. Radwege wurden gebaut, damit Autos drauf parken können. So jedenfalls verhalten sich viele Autofahrer. Denn Fahrradfahrer können doch schließlich Fußwege benutzen.

Neben der allgemeinen Fahrradunfreundlichkeit der Verkehrswege in Darmstadt und dem gefährlichen Fahrverhalten vieler Darmstädter und (noch schlimmer) anderer südhessischen Kraftfahrzeuglenker (besonders hervorzuheben: Kennzeichen GG, MTK, MKK) stört mich schon lange der dreiste Missbrauch der Radwege durch rücksichtslose Wild-Parker. Vorletzte Woche kam es dann zu einer Eskalation die ich hier teilen möchte in einer kleinen

Verkehrserziehungs-Tragikkomödie in drei Akten:

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